Aktuelle MINT-Aktivitäten

In den MINT-Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik und Technik spielen projektorientierte Arbeitsweisen eine herausragende Rolle. Dies spiegelt die berufliche Realität von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren wider.

MINT-Projekte im Schuljahr 2019/20

  • JIA-Auftaktfahrt: Weshalb IngenieurInnen auf Bäume klettern

    Angehende IngenieurInnen die auf Bäume klettern? Und sich anschließend gut acht Meter in die Tiefe stürzen? Zum Glück nicht aus Verzweiflung über den Unterricht oder ungelöste konstruktive Probleme!

    Vielmehr ist die „Junior Ingenieur Akademie“ (JIA) der Stufe 8 am 13./14. September zum Auftakt des 2-jährigen Kurses nach Rurberg in die Eifel gereist: Um sich kennen zu lernen, aber auch, um „ingenieursmäßig“ zu arbeiten. Die erste Aufgabe: Eier so zu verpacken, dass sie einen Sturz auf den harten Waldboden aus 8 m Höhe unbeschadet überstehen. Doch damit nicht genug! Nach dem Eierwurf muss der/die IngenieurInn hinterherspringen, zum Glück abgesichert durch seine/ihre Teamkollegen. So ging erfreulicherweise keiner der Junioringenieure kaputt… 🙂

    Die Eier hatten nicht so viel Erfolg: von vieren überlebten nur zwei den Sturz – dies hatte immerhin den Vorteil, dass damit geklärt war, wer vor und nach dem abendlichen Grillen Tischdienst hatte.

    Wir alle hatten viel Vergnügen auf der Fahrt und freuen uns auf zwei Jahre Arbeit und Spaß in der JIA!

  • Elektroautos 'Made in Aachen'

    Wie sieht die Mobilität im 21. Jahrhundert aus? Damit beschäftigt sich unsere Junior Ingenieur Akademie intensiv. Da trifft sich gut, dass Aachen einer der Standorte in Deutschland ist, an dem die Zukunft gestaltet wird. Ein Beispiel dafür ist das Elektroauto eGo, das in Aachen entwickelt und gebaut wird. Am 17. September konnte die JIA der Stufe 9 die Produktion im neuen Werk auf dem alten Philipsgelände besuchen. Für uns alle war es ein spannendes Erlebnis zu sehen, wie eine Autofabrik heute aussieht – „Industrie 4.0“, das heißt autonom gesteuerte Produktionswagen, vollautomatische Nachbestellung von Waren und Arbeiter, denen Anleitung via App zugespielt werden. Gerne hätte so mancher JIA-ler eine Probefahrt in den eGos unternommen, aber da hilft nichts: der Führerschein ab 18 gilt auch für Elektroautos!
  • MINT-Projekte im Schuljahr 2018/19

    • MINT-EC-Akademie Computational and Mathematical Modeling

      Wie jedes Jahr im September fand auch dieses Jahr wieder die „MINT-EC-Akademie Computational and Mathematical Modeling“ an der RWTH Aachen statt. 23 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland waren nach Aachen gereist, um an der Akademie teilnehmen zu können. Nach einem kurzen Kennenlernen hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, bei einer Stadtrallye die Aachener Innenstadt kennenzulernen. Anschließend stellte uns ein Student unsere Projekte für die kommenden Tage vor, die jeweils von einem Privatunternehmen oder einem Institut der RWTH gestellt wurden und in kleinen Gruppen bearbeitet werden sollten. Zur Auswahl standen die mathematische Auswertung eines Datenblattes, die automatisierte Erkennung und dreidimensionale Darstellung von Organen von Mäusen durch Computertomo- und -topographiedaten, Erstellung eines Apothekennotdienstplanes anhand von spezifischen Regeln und eine Machbarkeitsanalyse für das Gießen von Figuren aus Metall. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und begannen unsere Arbeit mit der genauen Analyse unseres Projekts. Der erste Schritt bestand darin, die Problemstellung so weit wie möglich zu vereinfachen, ohne eines der Kernprobleme auszulassen. Danach haben wir diese vereinfachte Fragestellung in einem Computerprogramm mathematisch dargestellt und versucht, diese mathematische Darstellung immer detaillierter zu formulieren, um so innerhalb der viertägigen Bearbeitungsfrist eine möglichst genaue Lösung zu ermitteln. Zusätzlich hat jede Gruppe ihre Ergebnisse noch in einer Präsentation zusammengefasst. Neben der Bearbeitung der Projekte haben wir noch einige Ausflüge unternommen, wie z.B. einen Besuch des Dreiländerecks, und viele Spiele gespielt. Bei diesen Unternehmungen hatten wir genügend Zeit, uns gut kennenzulernen. Am letzten Tag haben wir unsere Präsentationen den Unternehmen bzw. Instituten vorgestellt, und es gab noch kurz Zeit, um offene Fragen mit dem jeweiligen Auftraggeber zu diskutieren. Anschließend hieß es dann Abschiednehmen und zu hoffen, dass man sich vielleicht mal wiedersieht bei einem anderen Camp.  
    • Der Traum vom Fliegen

      Über einen Aushang am MINT-Info-Brett unserer Schule hatte ich die Anzeige für den Workshop mit obigem Namen gesehen und war sofort interessiert und hatte Glück, den Platz zu ergattern. Durchgeführt wurde der Workshop von Prof. Frank Janser u. Prof. Peter Dahmann, FH Aachen, Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik. An einem warmen, sonnigen Samstag ging es dann zum Flughafen Merzbrück. Nach einer kurzen Einführungsrunde und einer Führung auf dem Flughafen und im Hangar, haben die Flugstunden schon angefangen. Der Rest hat dann Theorie im physikalischen und mathematischen Grundwissen, in Technik und Einführung in das Flugwesen erhalten, aber auch Rundgänge über den Flughafen, den Tower und die Hangars gemacht. Jeder durfte im Flugsimulator, welcher auch zur echten Ausbildung verwendet wird, einmal ein Passagierflugzeug starten und landen, und natürlich das Highlight des Tages: Einmal im Kleinflugzeug fliegen. Grundlegende Manöver durfte man nach Anweisung des Piloten auch selber fliegen. Es ist natürlich faszinierend, die Aachener Region von oben zu sehen, besonders an einem schönen, wolkenlosen Tag. Gegen Ende gab es noch eine Feedbackrunde und Verabschiedung.
      Gesponsert wurde der Tag von der Stiftung der Sparkasse namens “Aachener Modell II” welche sich nach einer kurzen Google-Suche auffinden lässt. Die meisten Workshops finden im Frühling und Sommer statt und die Plätze sind immer sehr limitiert – informiert Euch also für nächstes Jahr früh in der MINT-Sprechstunde! Sven Kvade
    • REdUSE-Day

      Reduce, Reuse, Recycle – eine Multivisionsveranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit am Einhard

      Am Freitag, dem 28.09.2018, fand in der Aula des Einhard-Gymnasiums für die Schüler*innen der Oberstufe die Multivisionsveranstaltung „REdUSE“ zum Thema „Umgang mit den Ressourcen der Erde“ statt. Hintergrund dieser Veranstaltung ist der Gedanke der Nachhaltigkeit, der in diesem Schuljahr in besonderem Maße an unserer Schule gelebt werden soll.
      Im Fokus des Projekts „REdUSE“ stehen einerseits die nicht nachwachsenden Ressourcen wie Erze, Mineralien und Seltene Erden. Europas Industrie und seine moderne Informations-gesellschaft verbrauchen enorme Mengen an solchen nicht erneuerbaren Ressourcen und sind abhängig vom Abbau und der Belieferung von Ressourcen aus anderen Ländern. Die Frage, wie gerade hier nachhaltig und möglichst ohne Abhängigkeit gewirtschaftet werden kann, ist von zentraler Bedeutung. Gerade Jugendliche nutzen modernste Informationstechnik und tauschen rasch die „alten“ durch neue Geräte aus. Sie sind als Nutzer auf eine zukunftsfähige Rohstoffpolitik und bessere Recyclingmöglichkeiten angewiesen. Aber auch bei Verpackungen können Jugendliche und Schulen ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit ausweiten. Die Rohstoffübernutzung betrifft andererseits auch nachwachsende Rohstoffe wie Papier und Baumwolle. Diese Rohstoffe werden von Jugendlichen alltäglich genutzt und werden ebenfalls im Projekt „REdUSE“ behandelt. So wird der enorme Wasserverbrauch und die Umweltbelastungen durch den Anbau von Baumwolle gezeigt. Natürlich wird auch darauf hingewiesen, dass eine bessere Mülltrennung, zum Beispiel von Papier, eine wichtige Voraussetzung für Recycling ist.
    • DLR Luft- und Raumfahrt-Show

      Spannende Raumfahrtshow an der RWTH-Aachen

      Ins All kommt man nicht alle Tage! Um so froher waren wir, dass wir als eine von ganz wenigen Schulen der Region unseren Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 exklusiv den Besuch der Raumfahrtshow des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) ermöglichen konnten, die aus Anlass der aktuellen Horizons-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst 20 ausgewählten Städten stattfindet. Am letzten Schultag vor den Herbstferien war es dann endlich soweit und über 100 Schülerinnen und Schüler vom Einhard-Gymnasium versammelten sich gespannt in der Aula der RWTH. Die Show startete mit einer persönlichen Grußbotschaft von Alexander Gerst von der Internationalen Raumstation ISS.
      Das 90-minütige Bühnenprogramm war ganz eng an seine Horizons-Mission angelehnt und zeigte faszinierende Videos von den Vorbereitungen, über den Start bis ans Andocken an die ISS, sowie das Leben und Forschen in Schwerelosigkeit. Dabei wurde spielerisch und mit spannenden Mitmach-Experimenten erklärt, wie beispielsweise Raketen mittels Rückstoßprinzip starten und warum an Bord der ISS überhaupt Schwerelosigkeit herrscht. Auch der Nutzen der wissenschaftlichen Arbeit für das Leben auf der Erde wurde vom Moderatoren-Team altersgerecht vermittelt. Nach einem spannenden und lehrreichen Nachmittag und einer „sicheren Rückkehr zur Erde“, sind alle Schülerinnen und Schüler in die verdienten Herbstferien gestartet.
    • Vortrag zum Klimawandel

      Thema Klimawandel: Vortragsabend am Einhard-Gymnasium

      „Was für ein Sommer – was ist dran am Klimawandel und was kommt jetzt auf die Erde und die Menschheit zu?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich am Donnerstagabend (11.10.18) in der Aula des EG der Biologe Dr. Thomas Henningsen. Dr. Henningsen ist Kampagnenleiter von Greenpeace für Russland und die Region des Nordpols. Er ist Experte für die klimatischen Veränderungen und deren Auswirkungen im Norden der Erde.
      Auf Einladung des EG referierte er anhand zahlreicher Fotos, Tabellen und Diagrammen die mittlerweile erschreckende Dynamik des Erderwärmungsprozesses und des daraus resultierenden Klimawandels. Der Bogen der Argumentation erstreckte sich von der unverantwortlichen Ausbeutung der Meere und der anorganischen Ressourcen über den intensiven Ausstoß von CO2 aus der Brandrodung tropischer Wälder und der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle. An Fotomontagen machte er deutlich, dass infolge der Erderwärmung und des damit verbundenen Anstiegs des Meeresspiegels auch Aachen einmal zur Küstenstadt werden könnte, weil große Teile der Niederlande und Belgiens im Meer versunken sind. Dazu bedürfte es nur eines Anstiegs der Durchschnittstemperatur um ca. 3 °C. Im Moment sind wir schon fast bei 1,5 °C. Herr Dr. Henningsen hat am Ende seines Vortrags viele nachdenkliche Gesichter hinterlassen. Sein Fazit: Noch ist es nicht zu spät! Aber es bräuchte ein sofortiges, gewaltiges Umdenken in der Politik, in der Gesellschaft und in der Wirtschaft um gemeinsam mit den anderen Ländern die Klimaveränderung abzumildern. Th. Conrad
    • Besuch der VDE-Schulinitiative am Einhard

      In der Schule lernt man viel (hoffentlich jedenfalls!), aber was kann man damit später anfangen? Manchmal ist es vielleicht nicht immer leicht zu verstehen, wofür man gerade in Mathe, Physik & Co. büffelt. Genau da setzt die VDE-Schulinitative (http://vde-schulinitiative.de) an. Studierende der Elektrotechnik an der RWTH haben sich zum Ziel gesetzt, selber die Initiative zu ergreifen und in die Schulen zu gehen. Dort wollen sie für (Elektro-)Technik begeistern und mit Vorurteilen gegenüber IngenieurInnen aufräumen. Am 7. Februar haben sie in Anknüpfung an den Physikunterricht alle achten Klassen unserer Schule jeweils eine Doppelstunde unterrichtet. Neben vielen interessanten Infos und Berichten aus dem Studienalltag stand vor allem die praktische Arbeit im Mittelpunkt. Die Studierenden hatten Lötkolben und Elektronikbauteile mitgebracht, aus denen unsere SchülerInnen eine spannende Schaltung in Form eines „Blinky“-Gesichtes mit leuchtenden Augen löten konnten. Die Begeisterung war groß und in den nächsten Wochen werden wir Vieles des Angesprochenen im Physikunterricht aufgreifen und vertiefen.
    • Neurowissenschafts-Nachmittag der Biologen

      Passend zur naturwissenschaftlichen Profilierung des Einhard-Gymnasiums konnten Schülerinnen und Schüler der Q1, die als Leistungskurs Biologie gewählt und somit ein gesteigertes Interesse in dieser Fachrichtung haben, an einem neuen Angebot teilnehmen: Dem erstmaligen Neurowissenschafts-Nachmittag am 7. Februar 2019 im Rahmen des IRTG 2150 am Uniklinikum. IRTG bedeutet „International Research Training Group“ – eine Gruppe aus Wissenschaftlern und Doktoranden der RWTH Aachen, dem Forschungszentrum Jülich und der University of Pennsylvania, die sich mit der Neurobiologie der modulierenden Aggression und Impulsivität in der Psychopathologie beschäftigen. Auch wenn Aggression zunächst nach einem sehr spezifischen Thema klingen mag, war es uns möglich, biologische Vorkenntnisse zu verknüpfen.
      Um 12 Uhr ging es los, als wir bei belegten Brötchen mit interessierten Schülerinnen und Schülern anderer Aachener Gymnasien in einer gemeinsamen Runde saßen. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Sprecherin des IRTG 2150, Ute Habel, wurden von Post-Docs, also ehemaligen Doktoranden des Programms, Vorträge zu den grundlegenden Fragestellungen gehalten: Was genau wird unter Aggression verstanden? Kann auf dieses Risikoverhalten Einfluss genommen werden? Und, als Bezug zum Alltag unserer Generation, die häufig diskutierte Frage nach dem Zusammenhang von Computerspielen und Aggression. Dabei kann angefügt werden, dass aus wissenschaftlicher Sicht durchaus ein Suchtrisiko durch Computerspiele besteht, jedoch kein Bezug zu tatsächlichem aggressivem Verhalten. Sehr interessant für uns war zudem die Neurostimulation mittels einer transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS): Eine nicht-invasive Behandlung, wobei mithilfe von zwei am Kopf angebrachten Flächenelektroden ein schwacher Strom durch bestimmte Bereiche des Gehirns fließt, die somit stimuliert werden. Durch das gleichzeitige Lösen von Aufgaben, die diese Bereiche des Gehirns aktivieren, kann man somit bestimmte Teile des Gehirns fördern. In einer Versuchsreihe wendeten die Wissenschaftler dieses Prinzip an, um bei Gewaltstraftätern das zumeist unterentwickelte Areal der Emotionsregulation zu stärken mit dem Ziel, demnächst mehrfache Gewalttaten einer Person zu verhindern. Aber auch weitere Versuchsreihen, beispielsweise zu den Auswirkungen von Testosteron auf Aggression oder die Bereitschaft zu Risiken von Gewaltstraftätern gaben uns einen tieferen Einblick in die Arbeit der IRTG 2150. Im Anschluss an die Vorträge wurden wir in Gruppen eingeteilt, in welchen wir verschiedene Verfahren und Technologien, die in der Erforschung von Aggression angewendet werden, erklärt und vorgeführt bekamen. Beispiele dafür wäre eine MR-Demo, ein EEG, das oben genannte tDCS, sowie leichte Schmerzstimulationen und eine Methode der Datenerhebung. Dabei war es uns möglich mit den Wissenschaftlern und Doktoranden ins Gespräch zu kommen und auch Fragen bei Interesse an einem Studiengang oder an einer Laufbahn in diesem Bereich beantwortet zu bekommen. Da dies der erste organisierte Neurowissenschafts-Nachmittag dieses Programms war, schien alles noch erprobt zu werden und wir bekamen Feedback-Bögen, um Verbesserungsvorschläge anzubringen. Somit hatten wir die Möglichkeit, sehr viel persönlicher mit den Teilnehmern des Programms zu sprechen. Allgemein kann von der gesamten Gruppe ein Besuch der Veranstaltung an weitere biologisch interessierte Schüler empfohlen werden, besonders, wenn ein Berufswunsch in Richtung Medizin, Biologie oder Psychologie besteht – Ihr werdet viel Neues lernen und entdecken, wie vielschichtig dieser Bereich ist. Carina Meißner, Q1
    • Formel 1 in der Schule

      „F1inschools“ (auf Deutsch übersetzt und ausgeschrieben: „Formel1 in der Schule“) ist ein nationaler und internationaler Wettbewerb für Technikfreaks, kreative Köpfe und Teamplayer. Wie jedes Jahr war auch 2018/19 unsere Schule mit drei Teams im Rennen. Diese Teams heißen „Das A-Team“, „BlackEagel“ und „cSquare“ („Das A-Team“ und „BlackEagel“ sind aus dem JIA Kurs der 9. Klasse entstanden). An dem Wettbewerb kann jeder, der zwischen 11 und 19 Jahren alt ist und sich für neuartige Technologien, Produktentwicklung und Wissenschaft interessiert teilnehmen. Bei dem Wettbewerb geht es in erster Linie darum, einen Miniatur Formel1 Rennwagen am Computer zu entwerfen und diesen zu fertigen. Außerdem wurde ein Messestand (sog. Teambox) designt und ein Portfolio erstellt. Im Vordergrund der Teambox, des Portfolios und der Präsentation steht natürlich der entworfene Formel1 Wagen, doch es werden auch die Teammitglieder und die gemeinsame Vorgehensweise vorgestellt. Diese geben der Jury die Chance die Teams kennenzulernen und so das Auftreten als Gruppe mit in die Bewertung einfließen zu lassen. Die Autos gehen auf einer 50m langen Bahn mit dem Antrieb aus einer Gaspatrone in eine blitzschnelles Rennen. Hierbei geht es natürlich darum wessen Auto das schnellste ist! Dieses Jahr schoss der Siegerwagen mit einer Zeit von 1,125 Sekunden ins Ziel. Um solch einen Wettbewerb zu meistern muss ein Team natürlich Wissen über Technik, Konstruktion und Fertigung mitbringen. So konnte sich der gesamte JIA Kurs Beispielsweise Grundlagen im Umgang mit einer CAD-Software (mit welcher das Auto erstellt wurde) in einem Workshop aneignen. Wie im wirklichen Leben ist auch bei „F1inschools“ ohne Moos nichts los. So brauchten die Teams zur Realisierung des Wettbewerbs Sponsoren die mit Knowhow, Geld oder Sachspenden unterstützen. Hier ist zusätzliche Kreativität gefragt. Das A-Team beispielsweise hatte den Radiosender 100,5 als genialen Spender gefunden oder dank guter Ratschläge und tatkräftiger Unterstützung eines Messebauers die Teambox kreiert. Durch „learning by doing“ konnten sich die Teams so Wissen über den Umgang mit Sponsoren aneignen. Bei dem Wettbewerb lernten die Teams also sehr viel über Konstruktion, Produktion, die Arbeit mit Sponsoren und im Team und natürlich wie man eigenständig ein großes Ziel erreicht! Alleine wegen dieser Erfahrungswerte lohnt es sich an dem Wettbewerb teil zu nehmen! Luka Weber
    • MINT400 in Berlin

      Die MINT400 ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung des MINT-EC-Vereins, in welchem unsere Schule Mitglied ist. Dieser Verein organisiert viele MINT-Camps zu verschiedenen Themen und eben auch „MINT400 – Das Hauptstadt-Forum“. Im Gegensatz zu den anderen Camps ist dies eine sehr große Veranstaltung mit rund 400 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sowie 100 teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrern aller MINT-EC-Schulen und ist nicht auf ein Thema festgelegt, sondern bietet einen Einblick in die unterschiedlichsten MINT-Themen. Dieses Jahr konnten wir, Julia Maas und Lukas Radermacher aus der Q1, vom 21.02. – 22.01.2019 an der MINT400 teilnehmen. Die Veranstaltung hat, nachdem alle Teilnehmenden bereits mit Snacks und Getränken nach der Anreise versorgt worden sind, mit der Begrüßungsveranstaltung in der Universität der Künste Berlin begonnen. Im Rahmen dieser Veranstaltung gab es unter anderem einen sehr interessanten Vortrag zu Computerspielen, der sich auf die breiten Tätigkeitsfelder in dieser Branche, das Potential und die Vorteile von Computerspielen für jeden einzelnen und die Gesellschaft, zum Beispiel in der Bildung oder Forschung, bezogen hat.
      Anschließend hatten wir die Möglichkeit, den sogenannten Bildungsmarkt zu besuchen. Dort präsentierten sich viele Universitäten und einzelne Unternehmen und zeigten uns, wie unsere Zukunft im MINT-Bereich aussehen könnte. Ebenfalls hatten wir dort die Möglichkeit, die Veranstalter des von uns im Voraus gewählten Workshops für den nächsten Tag zu treffen, um alles Notwendige zu besprechen, bevor es zu unseren Fachvorträgen ging. Der Vortrag „Data Science and Data Engineering“ wurde von einem sehr motivierten Professor gehalten, der alles super erklärt hat und auch für eine gute Atmosphäre sorgte. Auch der Vortrag über die zerstörungsfreie Materialprüfung bot einen interessanten und vielseitigen Einblick in dieses eher unbekannte Thema, das für unsere moderne technisierte Welt dennoch von größter Bedeutung ist. Abends konnten wir auf unsere Zimmer im Hostel, wo wir mit den anderen MINT400-Teilnehmern untergebracht waren. Wie die gesamte Veranstaltung eine super Chance, mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland und sogar Istanbul und Washington D.C. in Kontakt zu treten. Die privaten MINT-Gespräche sowie die über die unterschiedlichen Schulsysteme der einzelnen Bundesländer, über gute und schlechte Lehrer usw., waren mindestens genau so viel Wert wie die Vorträge und Workshops.[/br] Am nächsten Tag durfte nun jeder von uns seinen Workshop besuchen. Der Workshop, der sich mit der Funktionsweise und dem Bau eines eigenen LC-Displays beschäftigte, fand in der Fakultät für Chemie der Technischen Universität Berlin statt. Nach einem wirklich interessanten und lehrreichen Experimentalvortag, der das Prinzip solcher Flüssigkristallanzeige anschaulich erklärte, durften wir selbst praktisch tätig werden. Von Chemielaborant-Azubis unterstützt, bauten wir in einem Labor der TU jeder seine eigene Anzeige. Dies bereitete allen Teilnehmern viel Spaß, obwohl man auch vor die eine oder andere Herausforderung gestellt wurde. Schließlich zeigte der Funktionstest am Ende des Workshops, wie geschickt man sich beim Bau seines LC-Displays angestellt hatte. Im Workshop zur Programmierung und Inbetriebnahme einer Demofabrik, welcher an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin veranstaltet wurde, haben wir selber die Möglichkeit erhalten, Förderanlagen und pneumatische Greifer zu programmieren, um unsere schuhkartongroße Fabrik in Betrieb zu nehmen. Neben den alten Gebäuden einer ehemaligen Kabelfabrik, in denen Teile der Universität untergebracht sind, wurden wir zu Beginn bei einer Führung durch verschiedenste Industrieanlagen, wie Roboter, automatisierte Hochregallager im Miniaturformat und weitere Projekte der Uni beeindruckt. Anschließend wurde wir in Form eines kurzen Vortrags an die Programmierung angeleitet und konnten dann selber loslegen. Nach einigen Versuchen, bei denen der Greifer sich nicht so bewegt hat, wie er sollte oder die Bauteile auf dem Förderband immer zu spät oder zu früh stehen geblieben sind, war die Freude bei den einzelnen Gruppen riesig, als unsere Fabrik die Bauteile endlich richtig sortierte und bewegte. Der letzte offizielle Teil der MINT400 bestand aus einer Abendveranstaltung. Neben einem letzten kurzweiligen Vortag zum Thema Atomuhren und mehreren Preisverleihungen begeisterte „Prof. Loosens monochromatisches Lichtorchester“, die selbst aus Aachen kommen, mit ihrer Laserharfe das Publikum. Bei einem letzten gemeinsamen Essen nutzen wir erneut die Möglichkeit, mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland in Kontakt zu treten und den restlichen Abend gemeinsam zu verbringen. Am folgenden Abreisetag wurde noch die Gelegenheit genutzt, zusammen mit zwei weiteren MINT400-Teilnehmern, Berlin zu erkunden, bevor wir die Heimreise nach Aachen antraten. Rückblickend sind wir sehr glücklich, dass wir die Möglichkeit hatten an dieser eindrucksvollen Veranstaltung teilzunehmen und empfehlen allen interessierten Schülern die Chance, dieses MINT-Camp zu besuchen, zu nutzen. Julia Maas und Lukas Radermacher, Q1
    • Das CyberMentor-Programm

      MINT und Mädchen – eigentlich eine tolle Kombination, die leider noch zu selten gewählt wird. Daher versuchen wir mit vielen Projekten und Ideen unsere Schülerinnen für MINT zu begeistern. Einen neuen Baustein dabei bildet künftig am Einhard-Gymnasium das CyberMentor-Programm. Um dieses allen Schülerinnen der Schule vorzustellen, hatten wir am 13.5.19 hatten Lena Ziehe, Mitarbeiterin der Uni Regensburg zu Gast. In einer spannenden Informationsveranstaltung, jeweils getrennt nach Unter-, Mittel- und Oberstufe, stellte Frau Ziehe das Programm vor.
      Jede Schülerin, die sich zur Teilnahme anmeldet, erhält ausgehend von ihren MINT-Interessen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) eine persönliche Mentorin, die die gleichen MINT-Interessen teilt. Die Mentorinnen arbeiten oder studieren im MINT-Bereich und engagieren sich ehrenamtlich. Zu zweit können sie ein Jahr lang allen Fragen bezüglich MINT, Berufe und Studienmöglichkeiten auf den Grund gehen. Die Schülerinnen erfahren so beispielsweise, wie Programmierinnen eine App entwickeln oder wie Ingenieurinnen das Auto der Zukunft entwerfen. Neben der Mentorin treten die Schülerinnen auf der Plattform mit bis zu 1600 weiteren Schülerinnen und Mentorinnen in Kontakt. CyberMentor bietet den Teilnehmerinnen eine passwortgeschützte Online-Plattform mit vielfältigen Zusatzangeboten wie einer MINT-Projekte-Sammlung und einer Veranstaltungsübersicht der Partner. Auf der Plattform tauschen sich die Schülerinnen und Mentorinnen via Chat, E-Mail und in Diskussionsforen aus. Flexibel neben dem Schulalltag erfahren die Schülerinnen, wie viel MINT in unserem Alltag steckt und welche Phänomene einfach zu Hause durch kleine Experimente nachempfunden werden können, z.B. Wie lässt sich aus Milch und Essig Kunststoff herstellen? oder Wie kann ich Wolken in einer Plastikflasche erzeugen? Durch regelmäßige Themenchats und durch die plattforminterne Online-Zeitung lernen die Schülerinnen die unterschiedlichsten Berufswelten kennen. Gleichzeitig erhalten sie Insider-Tipps, welche Unternehmen kreative MINT-Ausbildungsrichtungen und -Studiengänge anbieten und wo der beste Ort zum Studieren ist. Das Programm CyberMentor wird geleitet von Prof. Dr. Heidrun Stöger (Universität Regensburg) und Prof. Dr. Dr. Albert Ziegler (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg). Weitere Informationen, auch zur Anmeldung, sind auf der Website www.cybermentor.de zu finden.
    • Unistem Day - Europäischer Stammzelltag

      Am 15.03.2019 sind wir, die beiden Biologie LK´s der Q1 mit Frau Grimme und Herr Conrad, zum RWTH Uniklinikum gefahren, um uns einen ganzen Tag mit Stammzellen zu beschäftigen. Als erstes wurden wir von Frau Sabine Neuß-Stein (Professorin), Herrn Wolfgang Wagner (Professor) und Herrn Martin Zenke (Professor) begrüßt. Anschließend hat Frau Sabine Neuß-Stein einen Vortrag über Stammzellen gehalten, in welchem unser Vorwissen gefragt wurde und durch neue Themenbereiche und Aspekte der Forschung vertieft und ausgebaut wurde. Dabei waren die zentralen Themen des Vortrags die Definition, die Arten und die Verwendung von Stammzellen, sowie der spezialisierte Verwendungsbereich des „Tissue Engineering“.
      In mehrere Gruppen unterteilt konnten wir somit durch Laborführungen Einblicke in die praktische Arbeit von Stammzellforschern gewinnen. Dabei beobachteten wir unter anderem, wie ein 3D-Drucker arbeitet, wie ein echter Hüftknochen aussieht und wie aus diesem Stammzellen gewonnen werden können. Da wir leider nur in einer Abteilung nähere Einblicke bekommen haben, wurden uns nach den Laborführungen die jeweiligen Filmbeiträge zu allen Laboren und Abteilungen gezeigt, damit wir einen Überblick über alle Labore und Abteilungen an der RWTH erhalten konnten. Nach einer Fragerunde, die sehr kurz ausgefallen ist, da aufgrund der Vorlesung und der Laborführungen keine Fragen entstanden sind, wurde gemeinsam eine Mittagspause gemacht. Als letztes besichtigten wir dann noch das „Center for Biohybrid Medical Systems“ (CBMS) und die CellFactory. Hier wurden wir ebenfalls in kleinere Gruppen eingeteilt und konnten anschließend beobachten, wie zum Beispiel Stammzellen aus einer Nabelschnur entnommen werden, wie künstliche Herzklappen funktionieren und wie Stammzellen auf ihre Aktivität überprüft werden können. Damit war ein sehr interessanter und lehrreicher Tag zu Ende. Deborah Conego, Q1
    • MINT-EC-Akademie HPI-Camp Informatik in Potsdam

      ©MINT-EC
      Das HPI-Camp Informatik in Potsdam ist eine Veranstaltung, an der nur 30 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland teilnehmen können. Daher musste man auch bei der Anmeldung in wenigen Sätzen formulieren, warum man an gerade dieser Veranstaltung teilnehmen will. Nachdem ich erst auf der Warteliste gelandet bin, ohne zu wissen, wie meine Chancen sind, habe ich Anfang März erfahren, dass ich an der Akademie, die vom 31.03. bis 04.04.2019 stattgefunden hat, teilnehmen darf, was mich natürlich sehr gefreut hat. Das Thema dieses MINT-Camps war „Software-Entwicklung im Team“. Bereits bei der Anmeldung sollte man angeben, welche Programmiersprachen man wie gut beherrscht, ohne genau zu wissen, was man später machen wird. Am Sonntag, dem ersten Tag des Camps, haben erst einmal alle nach ihrer Anreise in der Jugendherberge eingecheckt und wurden auf Zimmer verteilt. Bei mir auf dem Zimmer waren drei weitere Teilnehmer, einen kannte ich bereits von der MINT400 vor einem Monat in Berlin. Anschließend machten wir uns auf zum Hasso-Plattner-Institut (HPI), an dem das Camp stattfand. Hier wurden wir zuerst kurz über das HPI informiert und bekamen eine Campus-Führung. Danach sollten wir unsere Vorkenntnisse in der Programmiersprache C++ und in der Hardware- Programmierung mit Arduino einschätzen und wurden auf Basis dessen in drei Gruppen eingeteilt, in welchen wir anschließend über diese Themen weiter unterrichtet wurden, sodass sich keiner langweilen musste. In der Experten-Gruppe hatten wir die Aufgabe, einen fertigen Code für ein kleines Spiel zu überarbeiten, dass dieser leichter zu verstehen, zu warten und zu erweitern ist. Was zuerst einfach klingt, war am Ende ein recht großer Aufwand, da sich die beiden Studenten größte Mühe gegeben haben, den Code unübersichtlich zu gestalten. Im Kurs zur Hardware-Programmierung haben wir gelernt, wie wir auf unserem Mikrocontroller eine WLAN-Verbindung aufbauen, um einen Webserver betreiben zu können. Dadurch konnte am Ende jeder die LEDs auf der Platine ganz einfach über das Smartphone steuern. Am Abend haben wir noch zusammen gegessen und unser allabendliches „Plenum“ veranstaltet, bei dem wir den Tag reflektiert und die Organisation des nächsten besprochen haben. Natürlich durften auch kleine Spiele zum Warmwerden und für die Gruppendynamik nicht fehlen, welche wir während des gesamten Camps regelmäßig spielten.
      Der Montag begann, nach den obligatorischen Warm-Ups mit einem Vortrag von zwei Studenten, welche uns ein Beispiel für ein Hard- und Software-Projekt, welches sie entwickelt haben, zeigten. Danach wurden wir in sechs 5er-Grupen eingeteilt, in denen wir ein eigenes Projekt entwickeln sollten. Zur Ideenfindung bekamen wir einen zweistündigen Crash-Kurs in „Design-Thinking“ auf Englisch, bei dem es darum ging, wie wir in kurzer Zeit ein Konzept für ein Produkt zur Lösung eines alltäglichen Problems erarbeiten können. Wir waren am Ende alle erstaunt, dass wir trotz des Zeitdrucks zu durchaus ausgereiften Konzepten gekommen sind. Am Nachmittag haben wir dann Zeit bekommen, mit der Entwicklung unseres Projekts zu starten. Meine Gruppe hatte die Idee zu einem digitalen Terminkalender mit Smart-Home-Anbindung, damit man, auch wenn man sich auf eine Aufgabe konzentriert und das Handy deshalb stumm schaltet, nie mehr einen Termin vergessen kann, da man über Displays, Audiosignale und Beleuchtung über seinen nächsten Termin erinnert wird. Abends in der Herberge haben wir uns, wie an allen folgenden Abenden, in Gruppe zusammengefunden und Spiele gespielt, uns unterhalten und ausgetauscht. Nach einem Kurs zum Management im Team hatten wir den gesamten Dienstag Zeit, an unseren Produkten weiterzuarbeiten. Jedes Team wurde von zwei Studentinnen und Studenten betreut, sodass wir immer Hilfe bekamen, wenn wir welche brauchten. Und wenn auch unsere Betreuer überfragt waren, wir weitere Sensoren oder eine neue Schüssel Kekse brauchten, wurde dies bestellt und war in unter 10 Minuten da. Beim Hot-Dog-Abend, den die Studentinnen und Studenten organisiert haben, hatten wir die Gelegenheit, Fragen zum Studium am HPI zu stellen. Der Mittwoch-Vormittag war bereits unsere letzte Gelegenheit, an unserem Projekt zu arbeiten, da wir am Nachmittag unseren freien Nachmittag hatten, welchen ich mit ein paar weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Potsdam verbracht habe. Entgegen der Erwartungen im Team haben wir es bis zum Mittag tatsächlich geschafft, alle wichtigen Grundfunktionen fertigzustellen, um am Donnerstag ein Produkt vorweisen zu können, bei dem wir die Funktionen bereits demonstrieren können. Mit sehr gemischten Gefühlen sind wir in den Donnerstag gestartet. Freude, da wir unsere Projekte fertiggestellt hatten und nun präsentieren durften, außerdem war das gesamte Camp sowohl fachlich als auch durch das Kennenlernen vieler neuer Leute ein tolles Erlebnis. Aufregung vor der Präsentation und Spannung auf die Produkte der anderen Gruppen aber natürlich leider auch Traurigkeit darüber, dass die Zeit des Camps bereits vorbei ist. Die Begeisterung darüber, was wir alle geschafft haben, hat aber gut von dem Gedanken an den Abschied abgelenkt. Insgesamt war das Camp somit eine super Erfahrung. Wir haben alle viel neues gelernt aber gleichzeitig auch viele neue und nette Leute kennengelernt. Viele können wahrscheinlich, wie ich selbst auch, das nächste MINT-EC-Camp kaum erwarten. Daher hier noch mal einen riesigen Dank an alle Beteiligten von MINT-EC und dem HPI für die großartige Organisation und überhaupt die Möglichkeit, an diesem Camp teilnehmen zu können, aber auch an alle weiten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ohne die das Camp allerhöchstens halb so viel Spaß gemacht hätte. Von Lukas Radermacher, Q1

    Überblick über Projekte der vergangenen Schuljahre im MINT-Bereich

    • Comenius-Projekt: „So is(st) die Welt – Ernährung in einer globalisierten Welt“

      Das Comenius-Projekt beschäftigte sich mit dem Thema „So is(st) die Welt – Ernährung in einer globalisierten Welt“. Bei den Projekttreffen an unseren Partnerschulen in Frankreich, Belgien und Luxemburg haben die Schülerinnen und Schüler Themen gemeinsam bearbeitet und ihre Ergebnisse in deutscher sowie französischer Sprache, also bilingual präsentiert. Das Highlight unserer gemeinsamen Arbeit war ein dreitägiges Projekttreffen im Februar 2014 in Paris. Dort wurde der Pariser Großmarkt in Rungis sowie eine Landwirtschaftsmesse besucht. In internationalen Gruppen haben die Schülerinnen und Schüler Aufgabenstellungen gemeinsam bearbeitet und die Ergebnisse dokumentiert. Im März 2014 fand an unserer Schule das große Abschlusstreffen statt. Über einhundert am Projekt teilnehmende Schülerinnen und Schüler haben Marktstände mit biologisch wertvollen Köstlichkeiten ihrer Länder bzw. Regionen vorbereitet und der Schulgemeinde präsentiert. Im weißen Saal unseres Rathauses wurden alle Teilnehmer vom Oberbürgermeister Herr Marcel Philipp mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Lesen Sie weitere Informationen zu unserem Projekt in der Broschüre Schauen Sie sich auch den folgenden Film an, in dem Schülerinnen und Schüler Eindrücke von unserem Projekt zusammengestellt haben:
    • Workshop für Mädchen in Berlin: „Frauen erobern die Technik“

      Es gibt viele Workshops, die jungen Leuten die Suche für einen späteren Beruf vereinfachen und ihnen einen Einblick in die verschieden Berufsrichtungen geben. Doch in dem Workshop „Try it! – Frauen erobern die Technik“ haben sich die Femtec. Hochschulkarrierezentrum für Frauen Berlin GmbH und ihre Partner – führende Technische Universitäten und Unternehmen – das Ziel gesetzt, besonders junge Frauen für Ingenieur- und Naturwissenschaften zu begeistern. Mit anderen Mädchen, die aus ganz Deutschland angereist sind und die sich genauso wie ihr für MINT-Fächer begeistern, werdet ihr ganze vier Tage in Berlin verbringen. Es erwarten euch verschiedene interessante Workshops in der TU Berlin, Gespräche mit Studierenden mit einer anschließenden Studienberatung, viel Freizeit in der Hauptstadt und das absolute Highlight des Workshops – eine gemeinsame Gesprächsrunde mit Ingenieurinnen. Aus eigener Erfahrung kann ich euch allen mitteilen, wie informativ und hilfreich das Event für eure spätere Berufswahl sein kann. In Berlin werdet ihr alles Mögliche sehen und machen. Von der einfachen Volkswagen-Bibliothek der TU Berlin, über den Besuch im Otto Bock Science Center, bis zur Besichtigung des Heizkraftwerks Vattenfall ist alles mit dabei. Und jeder Programmpunkt in diesen vier Tagen ist richtig interessant und bringt euch in jeder Hinsicht irgendwie weiter, egal ob es euch in eurem Berufswunsch bestätigt oder es euer Interesse an einem neuen MINT-Bereich weckt. Was uns Teilnehmerinnen persönlich an diesem ganzen Event wohl am allermeisten gebracht hat, waren die Gesprächsrunden mit den Studentinnen und Ingenieurinnen. Dort konnten wir sie mit all unseren Fragen löchern. Von den einfachen Fragen, wie sie ihr Privatleben organisieren, bis zu den umfangreicheren Fragen, womit sich ihr Studienfach oder Beruf beschäftigt, war alles dabei. Diese wurden uns allen ausführlich beantwortet, sodass wir am Ende eine gute Vorstellung von dem hatten, was uns spätere Zeit erwarten wird. Das wertvolle für uns war daran, dass wir Tipps und Ratschläge von Personen bekamen, die genau das tun, was wir auch mal tun wollen. Wir konnten uns einfach damit identifizieren, sodass diese Ratschläge einfach viel hilfreicher als alles andere für uns waren. Zu den Informationen und Erfahrungen, die wir während des Workshops gesammelt und erlebt haben und die uns einen großen Vorteil für unsere Zukunftsplanung verschafften, kommen auch einfach die guten Freundschaften, die wir während dieser aufregenden Tage untereinander aufgebaut haben. Für manche, deren Traumberuf im MINT Bereich liegt, ist so eine Erfahrung einfach sehr zu empfehlen. Der „Try it!“-Workshop und auch andere weiterführende Projekte des Fraunhofer Instituts und/ oder von Partnerunternehmen vereinfachen den Einstieg in die Naturwissenschaften und geben einem einen wunderbaren Einblick in die verschiedensten Bereiche. Solche Workshops bestätigen dem einen oder anderen meist auch einfach den Wunschberuf und verschaffen, wie schon erwähnt, einem selbst einen großen Vorteil anderen gegenüber.
    • MINT-Camp Würzburg – Astrophysik

      2012_MINT-Camp Würzburg IISAM_3101
      Es war der 10.10.2012. Auf nach Würzburg zum Astronomie-Camp hieß das für mich. Gemischte Gefühle hatten mich schon den ganzen Tag begleitet. Denn es war mein erstes MINT-Camp ohne Mitschüler oder Bekannte. In Würzburg angekommen, ging es zunächst zum Friedrich-Koenig-Gymnasium. Nach der Begrüßung und kurzen Einführungsvorträgen, begannen dann auch schon die ersten Workshops. Wir wurden zunächst in Gruppen eingeteilt und sollten anschließend zusammen mit verschiedenen Programmen die Welt der Astronomie erkunden. Abends, nach einer kurzen Stärkung und Verschnaufpause, durften wir dann einem sehr interessanten Vortrag von Herrn Professor Matthias Kadler der Universität Würzburg beisitzen.
      Doch der Tag war damit noch lange nicht zu Ende. Im Anschluss fuhren die Teilnehmer zusammen zur Sternwarte. Etwas außerhalb gelegen, war es auch schon dunkel, als wir ankamen. Obwohl es sehr kalt war, hatten wir viel Glück mit dem Wetter, denn der Himmel war klar und das war das Wichtigste. So konnten wir lange die Sterne beobachten und lernten zugleich viel über Teleskope. Im Anschluss ging es ins Hostel, um den Rest der Nacht zu genießen. Am nächsten Tag stand der Besuch der Uni Würzburg auf dem Plan. Dort hatten wir nicht nur Zeit einige waschechte Astrophysiker mit Fragen zu löchern, sondern auch das Universitätsgelände zu erkunden. Am Abend ging es diesmal nicht zur Sternwarte, da Wolken den Himmel bedeckten. Dennoch haben der gemeinsame Besuch der Stadt und das Essen in einem der bayrischen Lokale viel Spaß bereitet. Der vorletzte Tag begann wieder im Friedrich-Koenig-Gymnasium. In den Workshops ging es diesmal um Kometen. Uns wurde sogar die Gelegenheit gegeben selber welche zu „kreieren“. Auch wenn wir am Ende etwas dreckig waren, war das gemeinsame Eis nur das I-Tüpfelchen des Tages. Am Abend ging es nochmal zur Sternwarte. Leider war der Himmel wieder bewölkt. Aber es hat dennoch viel Spaß bereitet, da zum Abschluss der Workshops und Vorträge gegrillt wurde. Am letzten Tag fiel es uns schwer aufzustehen. Nicht nur weil wir wenig geschlafen hatten, sondern auch weil uns der letzte Morgen bevorstand. Zum Abschluss des Camps wurden von uns Schülern noch Vorträge über die Erfahrungen gehalten und es wurde gemeinsam reflektiert. Doch dann ging es auch schon nach Hause. Für mich waren es sehr erkenntnisreiche Tage voller Spaß und vielfältiger Erfahrungen. Auch die neuen Bekanntschaften – manch einer mag sie auch schon als Freundschaften bezeichnen – werden wohl noch lange in Erinnerung bleiben.
    • MINT-Schülerforum DIN e.V. Hamburg: „Normung und Offshore Windenergie“

      Vom 17 bis zum 18 Januar fand in Hamburg in Zusammenarbeit mit dem DIN (Deutschen Institut für Normung) e.V. ein MINT-Schülerforum zum Thema „Normung und Offshore Windenergie“ statt. 20 Schüler aus ganz NRW, darunter auch ich, nahmen daran teil. Am ersten Tag wurden wir zuerst in das Thema Normung eingeführt. Wir erfuhren durch verschiedene Vorträge, wie Normen entstehen und wie wichtig sie sind. Denn Normen gibt es überall und sie erleichtern unser Leben enorm. So kennt vermutlich jeder das von der DIN genormte DIN A4 Format von Papier. Außerdem wurden wir durch die Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt(HSVA) geführt und konnten den Eistank und den Schlepptank besichtigen, in dem Schiffsmodelle auf ihre Stromlinienförmigkeit und andere wichtige Faktoren untersucht werden. Den zweiten Tag ging es dann verstärkt um die Normung im Offshore Windenergie-Bereich. Eingeleitet wurde das Thema durch einen Vortrag von Wolfram Braasch von der Windkraft Union AG, der das Nutzen von Normen für ein Unternehmen im Bereich der Offshore-Windenergie deutlich machte. Denn standardisierte Prozesse, Bauteile und Systeme können mögliche Risiken deutlich minimieren. Abschließend führten wir eine simulierte eigene Normungssitzung durch. Ziel der Norm war es, eine Richtlinie für das Notfallmanagement auf einer Windkraftanlage zu erstellen. Dabei wurde sehr gut deutlich, wie schwierig es ist sich zu einigen. Insgesamt waren es zwei spannende Tage, die sehr viel Spaß gemacht haben und leider viel zu schnell zu Ende gingen. Ich kann jedem empfehlen an ähnlichen Veranstaltungen teilzunehmen.
    • Comenius-Projekt: Schülertreffen in Luxemburg

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      Am 20.02.2013 hatten 15 Schüler der Stufe 9 unserer Schule, die Chance nach Luxemburg zu reisen, um dort an einem zweitägigen Projekt mit vier anderen Schulen aus dem deutsch-französischem Sprachraum teilzunehmen. Dazu trafen wir uns am Mittwochmorgen um 7:15 Uhr, um mit einem Reisebus den Weg nach Luxemburg anzutreten. Unterwegs stiegen noch Schüler aus Liège hinzu. Bereits im Bus bildeten sich erste Freundschaften. Als wir gegen Mittag an der luxemburgischen Schule eintrafen, erwartete uns der Schulleiter bereits in der Aula. Er hielt eine Präsentation zum Thema „Lebensmittel in der Globalisierung“, in der er uns über die verschiedenen Wege, die ein Lebensmittel zurücklegt, bevor es auf unseren Tellern landet, aufklärte.
      Nach dieser Veranstaltung wurden wir in die Schulkantine eingeladen, in der wir ein leckeres Mittagessen genießen konnten. Anschließend wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, in denen wir zu verschiedenen Supermärkten fuhren, um dort eine Umfrage zu den Kaufgewohnheiten der Kunden zu machen. Wir befragten sie zu Themen wie „Bio oder nicht?“ und „Spielt die Herkunft der Lebensmittel eine Rolle beim Kauf?“. Nachdem wir ein paar anfängliche Schwierigkeiten überwunden hatten, kamen wir dennoch zu einigen Antworten. Es machte Spaß, die Leute zu befragen, und die Ergebnisse waren zum Teil sehr überraschend. Nach der Umfrage trafen wir uns in der Schule wieder. Zuvor wurden in den einzelnen Schulklassen Referate für die jüngeren Schüler der luxemburgischen Schule vorbereitet, denen wir nun den letzten Schliff verpassten. Nach einem ereignisreichen Tag trafen wir gegen 17:00 Uhr in der Jugendherberge ein, um unsere Zimmer zu beziehen. Bereits um 18:00 Uhr zogen wir wieder los, um uns eigenständig einen schönen Abend in Luxemburg zu machen. Am nächsten Morgen trafen wir uns in der Schule wieder, um die Referate für die jungen Luxemburger zu halten. Es gab Vorträge über Werbelügen, Massentierhaltung, bewusste Ernährung und viele weitere interessante Themen. Während die Referate gehalten wurden, werteten einige engagierte Schüler die Ergebnisse der vortägigen Umfrage aus. In einer Reflexionsveranstaltung beschäftigten wir uns anschließend mit den ermittelten Daten. Es zeigte sich, dass die Luxemburger recht bewusst einkaufen, aber noch nicht dem Ideal entsprechen. Die Qualität ist ihnen zwar wichtig, aber nur solange sie bezahlbar bleibt. Zum Abschluss des Projektes besichtigten wir gemeinsam einen Containerladeplatz. Wir lernten etwas über die verschiedenen Möglichkeiten, wie Lebensmittel von anderen Ländern nach Deutschland und wieder zurücktransportiert werden. Dazu wurde uns ein kurzer Film gezeigt und wir unternahmen eine Rundfahrt um dem Platz. Nach dieser Veranstaltung endete eine lehrreiche und aufregende Zeit in Luxemburg.
    • Workshop 3-D-Drucker

      Schulzeitung 2013_3D-Drucker
      Am 17.5. haben wir das Projekt an der FH Aachen unter der Leitung von Professor Gebhard gestartet. Wir, das sind 2 Mädchen und 7 Jungen aus drei verschiedenen Klassen, unterstützt von einigen Studenten, die uns die Funktionen der Programme und Drucker erklärt und uns bei Problemlösungen geholfen haben. Gleich beim ersten Termin wurden uns die 3D-Drucker gezeigt und erklärt wie diese arbeiten: Eine Düse zeichnet zuerst mit dem angewärmten Material die unterste Schicht des am Computer erstellte 3D-Modells. Die aufeinander gedruckten Schichten schmelzen aneinander fest, sodass meist am fertigen Objekt noch ein Treppenmuster zu erkennen ist.
      Später haben wir dann eine Einleitung zu dem 3D-Programm bekommen, mit dem wir arbeiten sollten. Unter Anleitung und mit einer Skizze haben wir unser erstes Objekt fertiggestellt und sogleich eigenständig mit Schlüsselanhängern begonnen. Und das alles am ersten Tag! Am nächsten Tag erwartete uns unsere Aufgabe, nachdem wir die Schlüsselanhänger beendet haben: Das Wahrzeichen unserer Stadt, der Aachener Dom. Wir haben ihn in Teile eingeteilt, von denen eins immer von zwei Leuten dreidimensional dargestellt wurde. Das war zwar praktisch, aber es war ganz schön kompliziert, die Größen so festzulegen, dass alles aneinander passt und die Proportionen stimmten. Hannah und ich haben uns entschieden, die Chorhalle nachzustellen, was zunächst gut geklappt hat, bis wir zum Dach kamen. Selbst die Studenten hatten mit der komplizierten Form Probleme! Als alle Gebäudeteile ungefähr fertig waren, haben wir sie virtuell zusammengesetzt, damit sie gedruckt werden konnten. Als wir dann das nächste Mal kamen, konnten wir den fertigen Dom in die Hand nehmen und von allen Seiten betrachten. Er sah wirklich schon gut aus (finde ich), aber es gab noch einige Fehler und falsche Proportionen, die wir noch zu korrigieren hatten. Als das getan war, haben wir zu Fuß einen kleinen Ausflug zum echten Dom gemacht und das Bronzemodell mit unserem verglichen. Jeder hat zwei Kugeln Eis spendiert bekommen, bevor wir früher Schluss gemacht haben. An den darauf folgenden Terminen haben alle Gruppe individuell ihre Bauteile verbessert und viele Details hinzugefügt. Wer fertig war hat sich einfach um eines der vielen Seitengebäude gekümmert. Insgesamt haben wir so ungefähr 25 Stunden am Dom gearbeitet, aber am Ende sah er richtig gut aus! Er wurde sogar an einem Stand vor dem Dom am Unesco-Welterbetag ausgestellt! Letztendlich war es eine tolle Erfahrung für uns, die uns sicher irgendwann mal nützlich wird. Und wenn nicht, ist es mir auch egal. Ich hatte, vor allem am Anfang, eine Menge Spaß und ich denke mal, da bin ich nicht die Einzige.

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Einhard-Gymnasium Aachen 2019