Das Distanzlernen am Einhard-Gymnasium: So gelingt es!

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Das Distanzlernen am Einhard-Gymnasium: So gelingt es!

Stand 11.02.2021


Das Distanzlernen am Einhard-Gymnasium


Oder: “Die Liebe zur Schule in Zeiten von Corona”



Liebe Interessierte und Freund*innen, Eltern und Schüler*innen des Einhard-Gymnasiums,

Das neue Jahr hat begonnen und wir stehen Mitte Februar 2021 bei frostigen Temperaturen und Schnee in Deutschland wieder einmal vor der Diskussion, wie der Schulbetrieb fortgesetzt werden soll: im vollständigen Distanzlernen, im Vollpräsenzbetrieb, als Wechsel- oder Hybridsystem? Die Bundesländer geben sehr unterschiedliche Ideen vor und die Schulen sollen für alle Eventualitäten gerüstet sein.
Eines steht jedoch fest: Das Einhard-Gymnasium ist gerüstet für alle Unterrichtsformen.

Grundlage des Distanzlernens am Einhard-Gymnasium ist der durchgehende Videokonferenz-Unterricht, life, tagesstrukturgebend und den Stundenplan 1 zu 1 abbildend. 
Alle Schüler*innen des Einhards haben seit dem 14. Dezember Unterricht von zu Hause, mit geeigneten Geräten und Materialien in allen Fächern. So startet die Lehrkraft den Unterricht und vermittelt den Lernstoff in verschiedenen Phasen, die teilweise dann auch bewusst nicht mehr in einer aktiven Konferenz stattfinden, sodass die Kinder nicht den gesamten Schultag vor dem Bildschirm verbringen. Verschiedene Unterrichtsformen, wie z.B. Gruppenarbeit, sind hier ebenso möglich wie Einzelgespräche mit der Lehrkraft. Auch arbeiten die Kinder offline an Aufgaben, um diese dann zum Ende der Stunde wieder online den Mitschüler*innen vorzustellen.

Frühzeitig hatte das Einhard-Gymnasium eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um für den Fall des vollständigen Lernens auf Distanz für alle Schüler*innen gerüstet zu sein. Schon seit Beginn des Jahres 2020 wurde das gesamte Kollegium in mehreren Schritten zur Nutzung von “Teams” als Videokonferenzplattform für den Regelunterricht auf Distanz fortgebildet. Zudem bilden die schuleigenen iPads ebenso wie die aus Bundesgeldern finanzierten Sonderzuweisungen im Rahmen des Digital-Paktes ein breites Fundament von über 200 iPads, die Schüler*innen zur Verfügung gestellt werden, die nicht über ein eigenes geeignetes Endgerät zum Lernen auf Distanz verfügen. Diese Bestands-Tablets sind völlig unabhängig von der Zugehörigkeit zu iPad-Klassen zu sehen. Begünstigt durch die jahrelange Förderung des Tablet-Einsatzes im Unterricht sind auch alle Lehrkräfte des Einhards entsprechend technisch gerüstet.

Auf diese Weise konnten wir das rechte Maß an Kontrolle, direkter Zuwendung, notwendigem Freiraum und auch Beurteilungsmöglichkeiten für alle Beteiligten finden. Jeder Zeit erhalten die Schüler*innen oder deren Eltern technischen Support, wenn es mal nicht so gut klappt – z.B. mit der Internetverbindung zu Hause. In diesem Fall ist es möglich, dass die Kinder aller Jahrgangsstufen in der Schule in Räumen separiert dem Unterricht über ihr Endgerät und über das Schul-W-LAN (High-Speed-Glasfaser-Kabel-Verbindung) folgen.

Die bisherigen Rückmeldungen aus unserer Elternschaft sind überwältigend!
Täglich gehen E-Mails und Briefe bei den Klassenleitungen und der Schulleitung ein, dass unser Konzept aufgeht. Tatsächlich aber gebührt dieses Lob nicht nur den Lehrkräften, sondern auch allen Eltern und Schüler*innen. Uns ist nur allzu bewusst, dass ein solch innovatives, für den Schulbetrieb als Ganzes bisher unbekanntes System die Akzeptanz und lebendige Unterstützung aller Beteiligten braucht, um bestehen zu können. Wenn wir auf die Urteile unserer Eltern hören, dürfen wir deshalb feststellen: Wir haben bestanden!
 

Moderne Lüftungsanlagen am Einhard-Gymnasium


Früher oder später werden wir wieder in den für alle erleichternden Präsenzunterricht zurückkehren. Vielleicht in Schritten vom Wechselunterricht in den vollständigen Unterricht oder auch Jahrgangsweise gestaffelt. In jedem Fall aber muss die Schule dann auch weiterhin über einen längeren Zeitraum in der Lage sein, nicht nur die AHA-Regeln einzuhalten, sondern auch wieder für Lüftung bzw. Frischluft zu sorgen. Folglich wird die Diskussion um das “Stoßlüften” vs. “Kaltwetter” wieder aufbranden.

Fachleute schlagen als vernünftige Alternative sogenannte „Lüftungsanlagen“ oder „Lufttauscher“ vor, die ein Stoßlüften überflüssig machen und so auch den Temperaturkomfort ohne weitere Unannehmlichkeiten garantieren können. Im Allgemeinen wird die Installation dieser Geräte jedoch als sehr kostspielig und aufwändig erachtet.

Das Einhard-Gymnasium hat das außerordentliche Glück, diese technische Ausstattung der Lüftungsanlagen bereits seit den umfassenden Sanierungsarbeiten 2018 bis 2020 in jedem einzelnen Klassenraum zu besitzen.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltamt, dem Gesundheitsamt, der Oberen Schulaufsicht und dem Schulamt der Stadt Aachen wurden die leistungsstarken Frischluftsysteme mit einer Daueraustauschleistung von 5 Raumvolumen pro Zeitstunde als geeignet angesehen, die Hygieneauflagen zur Corona-Pandemie zu erfüllen und gleichzeitig für ein angenehmes Raumklima auch bei Minustemperaturen zu sorgen. In diesen Tagen erhielten wir die umfassende Betriebserlaubnis. Ein Stoßlüften ist somit am Einhard nicht notwendig. Wir danken der Stadt Aachen für diese im Stadtgebiet einzigartige Gesamtausstattung unserer Schule.

Mit besten Grüßen
Ralf Gablik, Schulleiter