Soziale Beratung in der Schule

Die Beratungsaufgaben in der Schule sind überaus vielschichtig. Die Angebote richten sich an ganze Klassen, Teilgruppen oder einzelne Schülerinnen und Schüler in individuellen Problemsituationen.
Die Beratungsschwerpunkte liegen in folgenden Bereichen:
  • Individualberatung
  • Gesundheitserziehung
  • Gewaltprävention
Neben den Lehrkräften, die in der schulinterne Beratung tätig sind (Frau Mehta, Frau Soika, Herr Steffens) gibt es für die unterschiedlichen Problemsituationen auch externe Ansprechpartner.
Die aktuelle Adressen & Telefonliste folgt in Kürze.

Aufgabenfelder der Beratung in der Schule

Innovation
Beratung als Element der Schulwicklung    
Prävention
Vorbeugende und fördernde Maßnahmen
Konsultation
Kollegiale Beratung
Intervention
Beratung bei besonderen Lern- und Verhaltensstörungen
Kooperation
Zusammenarbeit mit schulexternen Beratungsstellen
Information
Beratung über Schullaufbahnen und Bildungsangebote

Beratungskonzept des Einhard-Gymnasiums

Die Beratungstätigkeit in der Schule ist kein isoliertes Tätigkeitsfeld, sondern integrierter Bestandteil anderer Aufgaben unterrichtlicher und erzieherischer Arbeit. Sie ist ebenso wie Unterrichten, Erziehen und Beurteilen eine Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer und bezieht sich vor allem auf:
  • Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten über Bildungsangebote
  • Schullaufbahnen
  • Berufswahlorientierung
  • Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten bei Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten
  • Schulklassenbezogene Unterstützung und Förderung

Die Beratungslehrerinnen und -lehrer ergänzen und intensivieren die Beratungstätigkeit der Lehrkräfte. Sie arbeiten vor allem in den Bereichen:
  • Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten über präventive und fördernde Maßnahmen, z. B. im Hinblick auf die Lösung von Lern- und Verhaltensproblemen und die Förderung besonderer Begabung; die Möglichkeiten reichen hierbei von punktuellen Hilfestellungen über komplexere Trainingspläne bis hin zu allgemeiner Präventionsarbeit.
  • Beratung und Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern bei der Erfüllung ihrer Berateraufgaben, z.B. in Form von Informationen, Dialogen oder kollegialen Fallbesprechungen. Direkter Ansprechpartner von Schülerinnen, Schülern und Eltern bleiben die jeweiligen Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrer.  
  • Beratung von Lehrerinnen und Lehrern zur Vorbeugung und Bewältigung von Lern- und Verhaltensproblemen sowie darin begründeten Konflikten in der Schule,
  • Herstellen von Kontakten zu außerschulischen Beratungsstellen und Vernetzung dieser externen Unterstützungsmöglichkeiten mit der eigenen Beratungsarbeit.
Beratung ist eine freiwillige, meist kurzfristige, oft nur situative soziale Interaktion zwischen Ratsuchendem und Berater. Sie erfordert einen hohen Grad an Unabhängigkeit in der Institution Schule, ihr Ergebnis kann nicht von Dritten eingefordert werden. Informationen aus Beratungsgesprächen dürfen seitens des Beraters nicht weitergegeben werden, es sei denn der Ratsuchende entbindet ihn ausdrücklich von seiner Schweigepflicht.

Beratungslehrer unserer Schule sind Frau Metha, Frau Soika und Herr Steffens; sie führen die genannten Aufgaben in gemeinsamer Verantwortung durch und werden in ihrer Arbeit von interessierten, sachkompetenten Kolleginnen und Kollegen unterstützt. 

Schuleigenes Beratungskonzept

Schuleigene Beratung ist als eine Form der Gestaltung von Schule zu verstehen, in der das „Jemanden beraten“ immer häufiger ergänzt wird durch ein „Sich miteinander beraten“ von Personen, Gruppen und Institutionen mit unterschiedlichen Problemlösungs- und Gestaltungsressourcen. Träger der Beratung sind alle Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule.

Angesichts des täglichen Umgangs kennen die Klassenlehrerinnen und -lehrer ihre Schülerinnen und Schüler am besten und finden am ehesten das für eine Beratung erforderliche Vertrauensverhältnis. Ihre Beratungstätigkeit wird unterstützt und ergänzt durch die Beratungsangebote der Schulleitung , der Stufenleiter und – koordinatoren, der Beratungslehrerinnen und -lehrer und von Fall zu Fall durch spezielle Beratungskompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern (z.B. Suchtprophylaxe und Gesundheitserziehung, LRS-Förderung, Konfliktmoderation und Mediation, Kooperations- und Kommunikationstraining,  Sozialtraining,  Berufsberatung) und  durch SV-Lehrerinnen und -lehrer.

Zusammen mit  außerschulischen Einrichtungen mit spezifisch professionellen Beratungsangeboten bildet die schuleigene Beratung ein Netz von Informationsangeboten und pädagogisch-psychologischer Förderung und Vorbeugung.

Wirksame schulinterne Beratung ist auf die Zusammenarbeit aller Beteiligten angewiesen. Das schuleigene Beratungskonzept zeigt, wie unterschiedliche pädagogische, psychologische und soziale Beratungsangebote innerhalb und außerhalb der Schule genutzt werden können und weist auf, an wen ich mich in bestimmten Situationen wenden kann, wer mir Hilfe und Unterstützung bietet. 

Das schuleigene Beratungskonzept sorgt damit zwar für eine bessere Nutzung vorhandener Beratungsmöglichkeiten, es kann aber nicht alle Probleme der „Schul-Welt“ lösen. Es zeigt Möglichkeiten und Perspektiven, aber auch, welche Grenzen Beratung in der Schule und im Schulsystem hat.

Träger der Schulberatung

Die Vielfalt des Beratungshandelns unserer Schule ist gekennzeichnet durch verschiedene Beratungsformen, die mit unterschiedlichem Stellenwert und getragen von verschiedenen Beratergruppen in die Schule Eingang finden.
Die Tätigkeit innerschulischer  Beratergruppen
  • Lehrerinnen und Lehrer,
  • Beratungslehrerinnen und -lehrer,
  • Lehrkräften mit speziellen Beratungskompetenzen

wird ergänzt und unterstützt durch die Tätigkeit vielfältiger außerschulischer  Beratungsgruppen, wie z.B 
  • Schulpsycholgischer Dienst
  • Erziehungsberatungsstellen
  • Jugendamt
  • Jugend- und Drogenberatungsstellen
  • Berufsberatung des Arbeitsamtes
  • GEVA-Institut (Berufseignungstest)
  • u.v.m. (s. auch beigefügte Adressen- und Telefonliste der Kontaktstellen Rat und Hilfe von A-Z (PDF) )

In der schulinternen Beratung finden sich permanente und temporäre Beratungsangebote. Grundsätzlich sollte jede Lehrkraft (in ihrer jeweiligen Fächerkombination) permanent für eine Beratung zur Verfügung stehen. Des Weiteren sind Klassenlehrerinnnen und -lehrer in dieser Funktion stete Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für eine Beratertätigkeit, wie z.B 
  • persönliche Beratung von Schülerinnen und Schülern
  • persönliche Beratung von Eltern bzw. offiziellen Elternvertretern
  • Zusammenarbeit von Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülervertreterinnen und -vertretern(SV)

Im schuleigenen Beratungskonzept bildet dies die erste Ebene schulischer Beratungsarbeit. Unser umfassendes Konzept weist darüber hinaus allen am schulischen Alltag beteiligten Personengruppen (Schülerinnen und Schüler/Eltern/Lehrerinnen und Lehrer) auch temporäre Beratungsangebote auf, z.B.:
  • Sozial- und Problemberatung für Schülerinnen und Schülern
  • Elternarbeit
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen Organisationen
  • Suchtprophylaxe und Gesundheitserziehung
  • Orientierungshilfen für Sprachlaufbahn und Schullaufbahn
  • Kontaktvermittlung und Beratung zur Berufswahl
  • Beratung bei geschlechtsspezifischen Fragen
  • Beratung bei psycho-sozialen Problemen (z.B. Lern-, Sozialverhalten, Konfliktbewältigung) u.a.

Die Liste Rat und Hilfe von A-Z (PDF) gibt eine Übersicht aller Beratungsangebote am Einhard-Gymnasium. 

Hilfen durch das Beratungslehrerteam

Die Beratungslehrerinnen und -lehrer Frau Metha, Frau Soika und Herr Steffens nehmen im Rahmen des Beratungskonzepts unserer Schule folgende Aufgaben wahr:
  • Beratung von Schülerinnen in besonderen Problemlagen
  • Einzel- und evtl. Gruppenförderung zur Entfaltung sozialer und kognitiver Kompetenzen (in Zusammenarbeit mit den Klassen- und Stufenleiterinnen und -leitern)
  • Suchtvorbeugung und Gesundheitsförderung
  • Gewaltprävention *
  • Anlaufstelle für Eltern und Kollegen bei entsprechenden Problemlagen
  • Kontaktknüpfung und Kooperation mit außerschulischen Beratungsstellen
  • Anregung von Schulprojekten zur Verbesserung des Sozial- und Lernklimas
  • Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer bei der Etablierung und Realisierung pädagogischer Konzepte.

Die Berufswahlvorbereitung erfolgt ab Klasse 8 bis Stufe Q2 in unterschiedlichen Projekten. Diese Projektarbeit wird in der Mittel- und Oberstufestufe durch Frau Wimmer organisiert und betreut.
Ausführliche Darstellungen finden Sie unter dem Thema „Berufsvorbereitung“. Der Bereich der Mediation wird durch ein Ausbildungsteam (Rat und Hilfe von A-Z (PDF)) und durch geschulte Schülerinnen und Schüler der Stufe 9 und EF abgedeckt. Meditation bedeutet die Vermittlung in Streitfällen durch unparteiische Dritte unter Einbeziehung aller Konfliktbeteiligten (freiwillige Teilnahme, selbstbestimmte und konsensorientierte Problemlösung).