MINT im regulären Unterricht

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Die MINT-Fächer Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik sind fester Bestandteil der Stundentafel unserer Schule. Als MINT EC-Schule legen wir großen Wert auf ein vielfältiges naturwissenschaftliches Angebot im Unterricht.
In modern ausgestatteten Fachräumen stärken wir das experimentelle und eigenständige Arbeiten unserer Schülerinnen und Schüler. Dadurch fördern wir nicht nur das Interesse und die Freude an den MINT-Fächern, sondern auch die Herangehensweise an mathematisch-naturwissenschaftliche Phänomene und Fragestellungen.
  • MINT in der Unterstufe

    Neben dem Fach Mathematik werden in der Erprobungsstufe die Fächer Biologie und Physik unterrichtet.
    Hierbei lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Inhalte der Fächer, sondern üben sich in Teamarbeit, im Stationenlernen und probieren ihre Fähigkeiten im Praktischen und Anwendbaren aus, wie zum Beispiel beim Bau einer Alarmanlage in Physik.
    In der Biologie wird das Vernetzen von Wissen durch die Methode des Mind-Mapping gefördert. Und besondere Talente treten zu Tage, wenn die Schülerinnen und Schüler einen Besuch beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden im Rahmen der Gesundheitserziehung präsentieren und dabei überzeugender als der eigene Arzt sind.
    In den Unterricht der Unterstufe werden Wettbewerbe wie zum Beispiel BIOlogisch integriert.
    Ebenso werden die Inhalte der informationstechnischen Grundbildung (ITG) aufgegriffen. So festigen die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen im Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm und einer Internetrecherche explizit im Fach Biologie. Unser Anliegen ist eine nachhaltige Sicherung der innerhalb des Lernen lernens und des ITG-Moduls Internet I erworbenen Kenntnisse, die wir durch die Verzahnung von Fachuntericht und ITG gewährleisten.
  • MINT in der Mittelstufe

    Ab der Klasse 7 werden die Naturwissenschaften durch das Fach Chemie verstärkt. Im Wahlpflichtbereich II kommen dann die Fächer Informatik, Biochemie, Science (bilingual) und die Technik im Bereich der Junior-Ingeniers-Akademie hinzu. Mathematik bleibt natürlich als Basisfach weiterhin bestehen.

    Nicht nur die Ansprüche im fachlichen Bereich steigen nun an, sondern auch die Methodenvielfalt wird erweitert.
    Die Schülerinnen und Schüler werden zu freier Arbeit hingeführt und im Laufe der Jahrgangsstufen curricular in ihrer freien Arbeit gestärkt. Sei dies über die Erstellung von Präsentationen zu festgelegten oder selbstgewählten Themen, der schrittweisen Erstellung einer Portfolioarbeit oder auch die Umsetzung wissenschaftlicher Arbeitsweisen und ihrer praktischen Anwendung. Letztere zeigen immer wieder Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler, die auch in Nicht-MINT-Fächern viel häufiger zu Tage treten oder dort erworben wurden. Die Kreativität bei der Lösung eines Kriminalfalles in der Chemie inklusive eines Plädoyers oder der Entwicklung eines Schaumlöschers in Teamarbeit unter Zeitdruck in Form eines Egg-Races seien hier als einige Beispiele genannt.
    Weiterhin werden die Inhalte der informationstechnischen Grundbildung (ITG) in der Mittelstufe noch enger mit dem Fachunterricht verzahnt. Neben den schon erwähnten Präsentationstechniken findet sich die Arbeit mit einer Tabellenkalkulation fest verankert im schulinternen Curriculum des Mathematikunterrichts und wird auch von anderen Fächern aufgegriffen. In der Klasse 9 werden dann wichtige Grundlagen für das wissenschaftspropädeutische Arbeiten gelegt. So erwerben unsere Schülerinnen und Schüler tiefergehende Kompetenzen im Bereich der Online-Recherche und der formalen Gestaltung wissenschaftlicher Texte.

    Bilinguale Module im Biologieunterricht

    Die bilingualen Module im Biologiunterricht der Jahrgangsstufe 8 umfassen Themen mit globaler Bedeutung (z.B. „climate change“) oder aus der Alltagserfahrung der Schülerinnen und Schüler („Sports from a biological kind of view“ und „The Skin“) und eignen sich daher hervorragend für den bilingualen Unterricht.
    Der Schwerpunkt liegt einerseits im experimentellen Bereich und andererseits im Bereich Projektarbeit. Die sprachliche Leistung in der Fremdsprache wird nicht bewertet; den Lernenden ist freigestellt, in welcher Sprache sie sich am Unterricht beteiligen.

    MINT-Angebote im Wahlpflichtbereich II

    • Die Junior-Ingenieur-Akademie
      Roboter bauen, Formel 1 Wagen entwerfen und Flugzeuge fliegen – für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Junior-Ingenieur-Akademien gehört das alles zu ihrem Schulalltag.
      Die Junior-Ingenieur-Akademie ist ein zweijähriges technikorientiertes Wahlpflichtfach in der gymnasialen Mittelstufe. In der Schule, aber auch an wissenschaftlichen Einrichtungen der RWTH-Aachen und der FH-Aachen sowie in Unternehmen unserer vielen Kooperationspartner erfahren Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse, wie die Arbeitswelten von Ingenieuren, Wissenschaftlern und Forschern aussehen. Ziel ist, die jungen Menschen für diese Berufsbilder zu begeistern, ihnen den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern, aber auch ihre individuellen Talente frühzeitig und konsequent zu fördern. Dabei wird die Förderung des Interesses von Mädchen an natur- und ingenieurwissenschaftlichen Themen ein besonderer Stellenwert eingeräumt.
      Neben vielen abwechslungsreichen wissenschaftlichen Themen steht vor allem auch die Entwicklung sozialer Kompetenz im Vordergrund. Die Teilnehmer der Junior-Ingenieur-Akademie lernen im Team zu kooperieren und Ziele gemeinsam zu erreichen. Im Kontakt mit unseren Partnern aus der Wirtschaft wie bspw. ThyssenKruppSteel erlangen die Schülerinnen und Schüler kommunikative Fähigkeiten.
      Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt das Projekt finanziell und ideell sehr großzügig. Mehr dazu unter http://jahresbericht.telekom-stiftung.de/2013-2014/home/#/Die-Ingenieure-von-morgen.
    • Science
      Die Unterrichtsthemen im Fach „Science“ im Rahmen des WPII-Unterrichtes werden ausschließlich bilingual unterrichtet (auch hier wird die sprachliche Leistung nicht bewertet) und ermöglichen viel fachmethodisches Arbeiten, z.B. beim Thema „Cells and unicellular organisms“ die Arbeit mit dem Mikroskop, beim Thema „Bacteria – harmful or helpful?“
      Grundelemente mikrobiologischer Arbeitsweisen und beim Thema „Water“ das Messen der Wasserqualität z.B. des Schulteiches mit einfachen Testmethoden. Die Themen „A balanced diet – aspects of nutrition“ und „Bacteria“ setzen den Fokus auf projektorientiertes Arbeiten in Gruppen z.B. durch Lernen durch Lehren.
    • Informatik
      Im Informatik-Unterricht beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler zum einen mit Fragestellungen rund um die Arbeitsweise von Computern, der Technik von Internetseiten und sicheren Datenaustausch und zum anderen erlernen sie, in einem PC-gestützten Unterrichtsangebot, die Programmierung, als wichtiges Werkzeug der Informatik mit verschiedenen praktischen Anwendungen und Übungen zu verbinden.
    • Biochemie
      Im WPII-Fach BioChemie werden, mit experimentellen Schwerpunkten, fächerübergreifend biologische und chemische Themen aufgegriffen, die einen starken Bezug zur Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler haben.
  • MINT in der Oberstufe

    In der Oberstufe bieten wir eine verlässlich Einrichtung von Leistungs- und Grundkursen in Chemie, Physik Biologie und Mathematik sowie Grundkurse in Informatik. Ab der Qualifikationsphase kommt noch die Schwerpunktsetzung durch die Wahl eines Leistungskurses hinzu.
    Die in der Unter- und Mittelstufe geleistete Vorarbeit in Bezug auf selbstständige Arbeit kann hier genutzt werden, um den Unterricht wesentlich freier und in Anlehnung an die bevorstehende Arbeit in der Universität zu gestalten.
    So werden hier Portfolioarbeit, Kriminalfall-Analysen, Referate und Werktagebücher sowie das heutzutage schon fast klassische Stationenlernen ebenfalls als Methoden genutzt und angeboten. Der Unterschied zur Mittelstufe besteht jedoch darin, die Schülerinnen und Schüler über sehr viel längere Zeiträume frei arbeiten und das zu verwendende Material selber auswählen und beurteilen zu lassen. Auch die Arbeit an Projekten, die über mehrere Wochen andauern, fördert die selbstständige Arbeit, die Fähigkeit Zeit sinnvoll einzuteilen und ein Selbstbewusstsein für eigene Entscheidungen, Werke und Teamentscheidungen zu entwickeln.