Aktuelle MINT-Aktivitäten

In den MINT-Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik und Technik spielen projektorientierte Arbeitsweisen eine herausragende Rolle. Dies spiegelt die berufliche Realität von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren wider.

Unser aktuelles Comenius-Projekt:
„So is(st) die Welt – Ernährung in einer globalisierten Welt“

Unser aktuelles Comenius-Projekt beschäftigt sich mit dem Thema „So is(st) die Welt – Ernährung in einer globalisierten Welt“.
Bei den Projekttreffen an unseren Partnerschulen in Frankreich, Belgien und Luxemburg haben die Schülerinnen und Schüler Themen gemeinsam bearbeitet und ihre Ergebnisse in deutscher sowie französischer Sprache, also bilingual präsentiert.

Das Highlight unserer gemeinsamen Arbeit war ein dreitägiges Projekttreffen im Februar 2014 in Paris. Dort wurde der Pariser Großmarkt in Rungis sowie eine Landwirtschaftsmesse besucht. In internationalen Gruppen haben die Schülerinnen und Schüler Aufgabenstellungen gemeinsam bearbeitet und die Ergebnisse dokumentiert.

Im März 2014 fand an unserer Schule das große Abschlusstreffen statt. Über einhundert am Projekt teilnehmende Schülerinnen und Schüler haben Marktstände mit biologisch wertvollen Köstlichkeiten ihrer Länder bzw. Regionen vorbereitet und der Schulgemeinde präsentiert.
Im weißen Saal unseres Rathauses wurden alle Teilnehmer vom Oberbürgermeister Herr Marcel Philipp mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Lesen Sie weitere Informationen zu unserem Projekt in der Broschüre
Schauen Sie sich auch den folgenden Film an, in dem Schülerinnen und Schüler Eindrücke von unserem Projekt zusammengestellt haben:


Überblick über weitere aktuell laufende Projekte im MINT-Bereich


  • Workshop für Mädchen in Berlin: „Frauen erobern die Technik“



    Es gibt viele Workshops, die jungen Leuten die Suche für einen späteren Beruf vereinfachen und ihnen einen Einblick in die verschieden Berufsrichtungen geben. Doch in dem Workshop „Try it! – Frauen erobern die Technik“ haben sich die Femtec. Hochschulkarrierezentrum für Frauen Berlin GmbH und ihre Partner – führende Technische Universitäten und Unternehmen – das Ziel gesetzt, besonders junge Frauen für Ingenieur- und Naturwissenschaften zu begeistern.
    Mit anderen Mädchen, die aus ganz Deutschland angereist sind und die sich genauso wie ihr für MINT-Fächer begeistern, werdet ihr ganze vier Tage in Berlin verbringen.
    Es erwarten euch verschiedene interessante Workshops in der TU Berlin, Gespräche mit Studierenden mit einer anschließenden Studienberatung, viel Freizeit in der Hauptstadt und das absolute Highlight des Workshops – eine gemeinsame Gesprächsrunde mit Ingenieurinnen.
    Aus eigener Erfahrung kann ich euch allen mitteilen, wie informativ und hilfreich das Event für eure spätere Berufswahl sein kann. In Berlin werdet ihr alles Mögliche sehen und machen. Von der einfachen Volkswagen-Bibliothek der TU Berlin, über den Besuch im Otto Bock Science Center, bis zur Besichtigung des Heizkraftwerks Vattenfall ist alles mit dabei. Und jeder Programmpunkt in diesen vier Tagen ist richtig interessant und bringt euch in jeder Hinsicht irgendwie weiter, egal ob es euch in eurem Berufswunsch bestätigt oder es euer Interesse an einem neuen MINT-Bereich weckt.
    Was uns Teilnehmerinnen persönlich an diesem ganzen Event wohl am allermeisten gebracht hat, waren die Gesprächsrunden mit den Studentinnen und Ingenieurinnen. Dort konnten wir sie mit all unseren Fragen löchern. Von den einfachen Fragen, wie sie ihr Privatleben organisieren, bis zu den umfangreicheren Fragen, womit sich ihr Studienfach oder Beruf beschäftigt, war alles dabei. Diese wurden uns allen ausführlich beantwortet, sodass wir am Ende eine gute Vorstellung von dem hatten, was uns spätere Zeit erwarten wird. Das wertvolle für uns war daran, dass wir Tipps und Ratschläge von Personen bekamen, die genau das tun, was wir auch mal tun wollen. Wir konnten uns einfach damit identifizieren, sodass diese Ratschläge einfach viel hilfreicher als alles andere für uns waren. Zu den Informationen und Erfahrungen, die wir während des Workshops gesammelt und erlebt haben und die uns einen großen Vorteil für unsere Zukunftsplanung verschafften, kommen auch einfach die guten Freundschaften, die wir während dieser aufregenden Tage untereinander aufgebaut haben. Für manche, deren Traumberuf im MINT Bereich liegt, ist so eine Erfahrung einfach sehr zu empfehlen. Der „Try it!“-Workshop und auch andere weiterführende Projekte des Fraunhofer Instituts und/ oder von Partnerunternehmen vereinfachen den Einstieg in die Naturwissenschaften und geben einem einen wunderbaren Einblick in die verschiedensten Bereiche. Solche Workshops bestätigen dem einen oder anderen meist auch einfach den Wunschberuf und verschaffen, wie schon erwähnt, einem selbst einen großen Vorteil anderen gegenüber.
  • MINT-Camp Würzburg – Astrophysik

    2012_MINT-Camp Würzburg IISAM_3101
    Es war der 10.10.2012. Auf nach Würzburg zum Astronomie-Camp hieß das für mich. Gemischte Gefühle hatten mich schon den ganzen Tag begleitet. Denn es war mein erstes MINT-Camp ohne Mitschüler oder Bekannte.
    In Würzburg angekommen, ging es zunächst zum Friedrich-Koenig-Gymnasium. Nach der Begrüßung und kurzen Einführungsvorträgen, begannen dann auch schon die ersten Workshops. Wir wurden zunächst in Gruppen eingeteilt und sollten anschließend zusammen mit verschiedenen Programmen die Welt der Astronomie erkunden. Abends, nach einer kurzen Stärkung und Verschnaufpause, durften wir dann einem sehr interessanten Vortrag von Herrn Professor Matthias Kadler der Universität Würzburg beisitzen.
    Doch der Tag war damit noch lange nicht zu Ende. Im Anschluss fuhren die Teilnehmer zusammen zur Sternwarte. Etwas außerhalb gelegen, war es auch schon dunkel, als wir ankamen. Obwohl es sehr kalt war, hatten wir viel Glück mit dem Wetter, denn der Himmel war klar und das war das Wichtigste. So konnten wir lange die Sterne beobachten und lernten zugleich viel über Teleskope. Im Anschluss ging es ins Hostel, um den Rest der Nacht zu genießen.
    Am nächsten Tag stand der Besuch der Uni Würzburg auf dem Plan. Dort hatten wir nicht nur Zeit einige waschechte Astrophysiker mit Fragen zu löchern, sondern auch das Universitätsgelände zu erkunden. Am Abend ging es diesmal nicht zur Sternwarte, da Wolken den Himmel bedeckten. Dennoch haben der gemeinsame Besuch der Stadt und das Essen in einem der bayrischen Lokale viel Spaß bereitet.
    Der vorletzte Tag begann wieder im Friedrich-Koenig-Gymnasium. In den Workshops ging es diesmal um Kometen. Uns wurde sogar die Gelegenheit gegeben selber welche zu „kreieren“. Auch wenn wir am Ende etwas dreckig waren, war das gemeinsame Eis nur das I-Tüpfelchen des Tages. Am Abend ging es nochmal zur Sternwarte. Leider war der Himmel wieder bewölkt. Aber es hat dennoch viel Spaß bereitet, da zum Abschluss der Workshops und Vorträge gegrillt wurde.
    Am letzten Tag fiel es uns schwer aufzustehen. Nicht nur weil wir wenig geschlafen hatten, sondern auch weil uns der letzte Morgen bevorstand. Zum Abschluss des Camps wurden von uns Schülern noch Vorträge über die Erfahrungen gehalten und es wurde gemeinsam reflektiert. Doch dann ging es auch schon nach Hause.
    Für mich waren es sehr erkenntnisreiche Tage voller Spaß und vielfältiger Erfahrungen. Auch die neuen Bekanntschaften – manch einer mag sie auch schon als Freundschaften bezeichnen – werden wohl noch lange in Erinnerung bleiben.
  • MINT-Schülerforum DIN e.V. Hamburg: „Normung und Offshore Windenergie“

    Vom 17 bis zum 18 Januar fand in Hamburg in Zusammenarbeit mit dem DIN (Deutschen Institut für Normung) e.V. ein MINT-Schülerforum zum Thema „Normung und Offshore Windenergie“ statt. 20 Schüler aus ganz NRW, darunter auch ich, nahmen daran teil.
    Am ersten Tag wurden wir zuerst in das Thema Normung eingeführt. Wir erfuhren durch verschiedene Vorträge, wie Normen entstehen und wie wichtig sie sind. Denn Normen gibt es überall und sie erleichtern unser Leben enorm. So kennt vermutlich jeder das von der DIN genormte DIN A4 Format von Papier. Außerdem wurden wir durch die Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt(HSVA) geführt und konnten den Eistank und den Schlepptank besichtigen, in dem Schiffsmodelle auf ihre Stromlinienförmigkeit und andere wichtige Faktoren untersucht werden.
    Den zweiten Tag ging es dann verstärkt um die Normung im Offshore Windenergie-Bereich. Eingeleitet wurde das Thema durch einen Vortrag von Wolfram Braasch von der Windkraft Union AG, der das Nutzen von Normen für ein Unternehmen im Bereich der Offshore-Windenergie deutlich machte. Denn standardisierte Prozesse, Bauteile und Systeme können mögliche Risiken deutlich minimieren. Abschließend führten wir eine simulierte eigene Normungssitzung durch. Ziel der Norm war es, eine Richtlinie für das Notfallmanagement auf einer Windkraftanlage zu erstellen. Dabei wurde sehr gut deutlich, wie schwierig es ist sich zu einigen.
    Insgesamt waren es zwei spannende Tage, die sehr viel Spaß gemacht haben und leider viel zu schnell zu Ende gingen. Ich kann jedem empfehlen an ähnlichen Veranstaltungen teilzunehmen.
  • Comenius-Projekt: Schülertreffen in Luxemburg

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    Am 20.02.2013 hatten 15 Schüler der Stufe 9 unserer Schule, die Chance nach Luxemburg zu reisen, um dort an einem zweitägigen Projekt mit vier anderen Schulen aus dem deutsch-französischem Sprachraum teilzunehmen.
    Dazu trafen wir uns am Mittwochmorgen um 7:15 Uhr, um mit einem Reisebus den Weg nach Luxemburg anzutreten. Unterwegs stiegen noch Schüler aus Liège hinzu. Bereits im Bus bildeten sich erste Freundschaften. Als wir gegen Mittag an der luxemburgischen Schule eintrafen, erwartete uns der Schulleiter bereits in der Aula. Er hielt eine Präsentation zum Thema „Lebensmittel in der Globalisierung“, in der er uns über die verschiedenen Wege, die ein Lebensmittel zurücklegt, bevor es auf unseren Tellern landet, aufklärte.
    Nach dieser Veranstaltung wurden wir in die Schulkantine eingeladen, in der wir ein leckeres Mittagessen genießen konnten. Anschließend wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, in denen wir zu verschiedenen Supermärkten fuhren, um dort eine Umfrage zu den Kaufgewohnheiten der Kunden zu machen. Wir befragten sie zu Themen wie „Bio oder nicht?“ und „Spielt die Herkunft der Lebensmittel eine Rolle beim Kauf?“. Nachdem wir ein paar anfängliche Schwierigkeiten überwunden hatten, kamen wir dennoch zu einigen Antworten. Es machte Spaß, die Leute zu befragen, und die Ergebnisse waren zum Teil sehr überraschend.
    Nach der Umfrage trafen wir uns in der Schule wieder. Zuvor wurden in den einzelnen Schulklassen Referate für die jüngeren Schüler der luxemburgischen Schule vorbereitet, denen wir nun den letzten Schliff verpassten. Nach einem ereignisreichen Tag trafen wir gegen 17:00 Uhr in der Jugendherberge ein, um unsere Zimmer zu beziehen. Bereits um 18:00 Uhr zogen wir wieder los, um uns eigenständig einen schönen Abend in Luxemburg zu machen.
    Am nächsten Morgen trafen wir uns in der Schule wieder, um die Referate für die jungen Luxemburger zu halten. Es gab Vorträge über Werbelügen, Massentierhaltung, bewusste Ernährung und viele weitere interessante Themen.
    Während die Referate gehalten wurden, werteten einige engagierte Schüler die Ergebnisse der vortägigen Umfrage aus. In einer Reflexionsveranstaltung beschäftigten wir uns anschließend mit den ermittelten Daten. Es zeigte sich, dass die Luxemburger recht bewusst einkaufen, aber noch nicht dem Ideal entsprechen. Die Qualität ist ihnen zwar wichtig, aber nur solange sie bezahlbar bleibt. Zum Abschluss des Projektes besichtigten wir gemeinsam einen Containerladeplatz. Wir lernten etwas über die verschiedenen Möglichkeiten, wie Lebensmittel von anderen Ländern nach Deutschland und wieder zurücktransportiert werden. Dazu wurde uns ein kurzer Film gezeigt und wir unternahmen eine Rundfahrt um dem Platz. Nach dieser Veranstaltung endete eine lehrreiche und aufregende Zeit in Luxemburg.
  • Workshop 3-D-Drucker

    Schulzeitung 2013_3D-Drucker

    Am 17.5. haben wir das Projekt an der FH Aachen unter der Leitung von Professor Gebhard gestartet. Wir, das sind 2 Mädchen und 7 Jungen aus drei verschiedenen Klassen, unterstützt von einigen Studenten, die uns die Funktionen der Programme und Drucker erklärt und uns bei Problemlösungen geholfen haben. Gleich beim ersten Termin wurden uns die 3D-Drucker gezeigt und erklärt wie diese arbeiten: Eine Düse zeichnet zuerst mit dem angewärmten Material die unterste Schicht des am Computer erstellte 3D-Modells. Die aufeinander gedruckten Schichten schmelzen aneinander fest, sodass meist am fertigen Objekt noch ein Treppenmuster zu erkennen ist.
    Später haben wir dann eine Einleitung zu dem 3D-Programm bekommen, mit dem wir arbeiten sollten. Unter Anleitung und mit einer Skizze haben wir unser erstes Objekt fertiggestellt und sogleich eigenständig mit Schlüsselanhängern begonnen. Und das alles am ersten Tag!
    Am nächsten Tag erwartete uns unsere Aufgabe, nachdem wir die Schlüsselanhänger beendet haben: Das Wahrzeichen unserer Stadt, der Aachener Dom. Wir haben ihn in Teile eingeteilt, von denen eins immer von zwei Leuten dreidimensional dargestellt wurde. Das war zwar praktisch, aber es war ganz schön kompliziert, die Größen so festzulegen, dass alles aneinander passt und die Proportionen stimmten. Hannah und ich haben uns entschieden, die Chorhalle nachzustellen, was zunächst gut geklappt hat, bis wir zum Dach kamen. Selbst die Studenten hatten mit der komplizierten Form Probleme! Als alle Gebäudeteile ungefähr fertig waren, haben wir sie virtuell zusammengesetzt, damit sie gedruckt werden konnten.
    Als wir dann das nächste Mal kamen, konnten wir den fertigen Dom in die Hand nehmen und von allen Seiten betrachten. Er sah wirklich schon gut aus (finde ich), aber es gab noch einige Fehler und falsche Proportionen, die wir noch zu korrigieren hatten. Als das getan war, haben wir zu Fuß einen kleinen Ausflug zum echten Dom gemacht und das Bronzemodell mit unserem verglichen. Jeder hat zwei Kugeln Eis spendiert bekommen, bevor wir früher Schluss gemacht haben.
    An den darauf folgenden Terminen haben alle Gruppe individuell ihre Bauteile verbessert und viele Details hinzugefügt. Wer fertig war hat sich einfach um eines der vielen Seitengebäude gekümmert. Insgesamt haben wir so ungefähr 25 Stunden am Dom gearbeitet, aber am Ende sah er richtig gut aus! Er wurde sogar an einem Stand vor dem Dom am Unesco-Welterbetag ausgestellt! Letztendlich war es eine tolle Erfahrung für uns, die uns sicher irgendwann mal nützlich wird. Und wenn nicht, ist es mir auch egal. Ich hatte, vor allem am Anfang, eine Menge Spaß und ich denke mal, da bin ich nicht die Einzige.