Schulprojekt „Geologie“ – Exkursion zum Laacher See

Schulprojekt „Geologie“ – Exkursion zum Laacher See

Datum: 20.10.2014

Im Rahmen des ganzjährigen Schulprojekts Geologie, das die Erdkunde-Fachschaft in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neotektonik und Georisiken der RWTH Aachen in diesem Schuljahr erstmalig durchführt, ist die gesamte Jahrgangsstufe 7 in die Vulkaneifel gefahren. Hier ein Bericht über die Exkursion aus Schülersicht. Mehr lesen

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Am 20. Oktober 2014 haben wir mit der gesamten Jahrgangsstufe 7 eine Exkursion zum Laacher See gemacht. Nach der Busfahrt sind wir zuerst in den Basaltkeller des Museums „Lava Dome“ in Mendig gegangen. Wir mussten Hygienehauben und Helme anziehen, dann ging es 150 Treppenstufen nach unten.
Da wo wir hingingen, befanden wir uns in einem ehemaligen Lavastrom. Das ist weltweit einzigartig. Die Lava erstarrt nicht auf einmal, sondern es ist ein Prozess, der mehrere Jahre dauert. Der Laacher-See-Vulkan ist nicht ausgebrochen, sondern explodiert. Wenn dieser Vulkan nochmal ausbrechen würde, würde es eine riesige Katastrophe geben, die auch bis nach Aachen spürbar wäre. Aber da dieser vermutlich erst in mehr als 1000 Jahren wieder ausbricht, waren wir sehr beruhigt.
Der Basaltkeller ist eine große dunkle Halle, sehr feucht und kühl. Nur ein paar Lampen lassen uns wissen, wo wir uns befinden, nämlich 35 Meter unter der Erde. Wenn man sich dort verliefe, könnte das schlecht ausgehen, deswegen sind wir alle beisammen geblieben. Es besteht alles aus hart gewordener Lava. Diese Höhlen wurden als natürliche Kühlschränke für Brauereien genutzt. Die Lebenserwartung der Arbeiter hier unten lag bei 40 Jahren. Die Pferde hatten eine Lebenserwartung von 4 Wochen.

Im Anschluss schauten wir im „Lava Dome“ einen Film: „Im Land der Vulkane“.
Vor 200000 Jahren brach in Mendig ganz plötzlich ein Vulkan aus und ein Berg entstand, große Lavaströme traten hervor. Die Lava wurde zu Basaltgestein und große Gesteinshöhlen wie der Basaltkeller entstanden. Weitere Vulkanausbrüche stießen heiße Lava aus. Diesmal noch viel mächtiger und großräumiger, noch Tage und Wochen regnete es Steine und Asche! Dies war der Ausbruch des Laacher-See-Vulkans.

Später fuhren wir dann mit den Bussen zum Laacher See. Die Mitarbeiter und Studenten des Instituts für Neotektonik und Georisiken erklärten uns an verschieden Standorten, was der Vulkanismus hier ausgelöst hat und warum die Landschaft dementsprechend aussieht. Wir sind dann an mehreren Wänden vorbeigegangen, die zum Beispiel aus Bims bestanden. Julian, ein Student an der RWTH, der unserer Gruppe begleitet hat, hat uns ein paar Bims-Steine aus der Wand geschlagen und wir durften sie mitnehmen. Sie sind weiß und total leicht. Dann sind wir weiter zu einer großen Wand gewandert, wo man die Lavaschichten gut sehen konnte.
Als wir dann alle total geschafft und müde waren, sind wir um 16:15 wieder zu den Bussen gewandert. Um 16:30 fuhren wir zurück und waren eineinhalb Stunden später in Aachen.

Es war ein echt toller und interessanter Tag!

von Sarah, Lina, Marie und Finnja (Klasse 7a)