Salamanca-Fahrt 2015

Salamanca-Fahrt 2015

Start: 19.09.2015

Ende: 26.09.2015

Zum fünften Mal ging es nun für die Spanisch-Lernenden der Q1 für eine Woche im September nach Salamanca. Lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht von Ida Harst und Julian Körner.

Zu der in der Mitte Spaniens liegenden Stadt fuhren wir mit dem Doppeldecker-Bus, Schüler oben, Lehrer unten. Mit dabei waren natürlich Herr Nieves als Muttersprachler und Frau Bylaitis, die selbst ihre Spanischkenntnisse auffrischen wollte.
Nach 22 Stunden Fahrt und mehr oder weniger viel Schlaf sind wir also nachmittags angekommen. Die Gastmütter warteten schon auf uns, um jeweils 2 Jungs oder Mädchen bei sich aufzunehmen. Bei ihnen zu Hause angekommen, gab es direkt spanisches Abendessen – perfekt nach so einer Hinreise. Doch ausruhen konnten und wollten wir uns erst mal nicht, da der erste Abend in der Stadt verbracht werden sollte. Wir trafen uns also mit der ganzen Gruppe und den Lehrern auf der Plaza Mayor, dem zentralen Marktplatz Salamancas, und durften von dort aus in Gruppen die Umgebung erkunden. Der erste Eindruck war beeindruckend! Ein wunderschön beleuchteter Platz, umgeben von Häusern in schmalen Straßen mit kleinen Geschäften oder Cafés, alles mit südeuropäischem Flair.
Dieser Eindruck bestätigte sich auch am nächsten Tag, den wir mit einer Stadtführung von der Sprachschule aus begannen. Bei Sonnenschein und 25 Grad ging es los zu den Kathedralen, dem Garten Huerto de Calixto y Melibea, der Uni und der Bibliothek – natürlich alles auf Spanisch und mit vielen Fotos. Danach hatten wir noch etwas Zeit, um selbst die Stadt zu erkunden oder ein bisschen shoppen zu gehen, bevor es in den Gastfamilien Mittagessen gab. Nachmittags hatten wir nun zum ersten Mal Unterricht in der Sprachschule. Hierfür wurden wir in kleinere Gruppen unterteilt und hatten Stunden für Grammatik und Sprechen, was sich viel interessanter und lustiger herausstellte als erwartet. Die Lehrer waren sehr sympathisch und dadurch, dass wir nicht auf Deutsch ausweichen konnten, falls wir etwas nicht verstanden, mussten wir uns viel tiefer in das Spanische einfinden. Abends ging es für die ganze Gruppe in ein lokales Restaurant, um traditionelle paella und crema catalana zu essen. Die durften wir sogar selbst karamellisieren.
Der nächste Tag ging mit einer Führung durch die Türme der Kathedralen Salamancas los. Von oben hatte man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und die Architektur der Gebäude, den Fluss und die Menschen, die durch die Straßen schlenderten. Anschließend machten wir in Gruppen eine Rallye durch das Zentrum, wobei wir unter anderem die schönsten Menschen und das exotischste Essen Salamancas finden sollten. Schweineohren waren hier für viele ein Favorit. Nach der Sprachschule nachmittags konnten wir abends wieder durch die Stadt bummeln, uns in Cafés oder Bars setzen und den Abend ausklingen lassen.
1509_Gruppenfoto_Madrid
Mittwoch stand die Exkursion nach Madrid an. Nach der Busfahrt wurden wir durch das Museum Reina Sofía geführt und sahen viele bekannte und beeindruckende Werke, zum Beispiel von Picasso und Dalí. Danach ging die Führung durch die Stadt weiter; vom Bahnhof über der Plaza del Sol, zur Plaza Mayor bis hin zum Königspalast – natürlich nicht ohne überall Gruppenfotos gemacht und die Gebäude, Menschen und Atmosphäre bestaunt zu haben. Von dort aus konnten wir nun entweder das Real Madrid Stadion Santiago Bernabéu besuchen oder in den zahlreichen Läden shoppen gehen. Wie erwartet, waren es die Jungs, die sich für die erste Möglichkeit entschieden. Abends trafen wir uns alle zum Essen in einer Mini-Markthalle wieder, bevor es dann wieder nach Salamanca ging.

Am nächsten Tag gingen wir dort in eine spanische Schule und lernten einige Schüler kennen, mit denen wir uns unterhielten. Dies fiel leichter als erwartet, da sie einerseits sehr offen und freundlich waren, wir selbst aber Fortschritte in der Sprache gemacht hatten. Anschließend besichtigten wir die Casa Lis, ein kleines Museum im Zentrum der Stadt. Das Haus im Jugendstil war voll mit Gemälden, Vasen, Büchern, Spielsachen, Porzellanpuppen und mehr. Wir wären am liebsten direkt dort eingezogen. Diesen Mittag hatten wir dann noch einmal viel Zeit um durch Salamanca zu schlendern und einkaufen zu gehen – was wir natürlich voll und ganz ausnutzten, gerade bei dem perfekten Wetter!
Nach dem Unterricht am Nachmittag hatten wir uns für eine Tapas-Tour mit der ganzen Gruppe und den Lehrern entschieden. In zwei Bars konnten wir alle möglichen spanischen Gerichte probieren und die Spezialitäten Salamancas kennenlernen. Vollgestopft gingen wir danach in die Disko Camelot, wo wir auch andere Schüler der Sprachschule trafen. Obwohl wir viele der spanischen Lieder nicht kannten und es sehr voll war, tanzten wir den ganzen Abend und genossen die Zeit dort. Der letzte Tag begann sehr früh, aber dafür mit köstlichen churros in einem kleinen Café – genau das richtige nach so einem anstrengenden Vorabend! Nach dem außergewöhnlichen Frühstück hatten wir nun unsere letzten Stunden in der Sprachschule und unser letztes Mittagessen in den Familien, bevor es ans Kofferpacken und zum Bus ging. Wir konnten alle nicht glauben dass die Tage in Spanien schon um waren als wir uns glücklich und erschöpft auf dem Heimweg machten.

Wir sind uns einig, dass die Salamanca-Fahrt einer der besten Schulfahrten war – für unser Spanisch, unsere Freundschaften und unsere Erfahrungen – und jeder der die Möglichkeit hat, diese auch ausnutzen sollte, denn es war eine einmalige Zeit.

(Luise Harst und Julian Körner)