Exkursion der SoWi-Kurse der Q1 nach Brüssel

Exkursion der SoWi-Kurse der Q1 nach Brüssel

Datum: 14.04.2015

Die Europäische Union vor Ort erkunden – das war das Ziel der Exkursion nach Brüssel am 14.04.15. Aus der Q1 nahmen 50 Schülerinnen und Schüler der Kurse Sozialwissenschaften teil, die das Thema zur Zeit im Unterricht behandeln. Lesen Sie im Folgenden einen ausführlichen Schülerbericht über die Brüsselfahrt. Mehr lesen

1504_Europa_Bruessel_SoWi

Unsere Fahrt zum EU-Parlament nach Brüssel

Wir, die Kurse für Sozialwissenschaften der Q1 von Frau Severin und Herrn Baer, sind am Dienstag, den 14.04.2015 zusammen in Richtung Brüssel gestartet, um uns dort das EU-Parlament anzugucken. Als weitere Begleitperson hat sich Frau Günther gefunden, die auch SoWi unterrichtet. Die Exkursion fand passend zu unserem Unterrichtsthema statt, da wir momentan die Europäische Union und ihre Institutionen behandeln und uns vor Ort ein Bild machen wollten, wie dort die Parlamentarier arbeiten. Zudem wollten wir etwas mehr zur Geschichte der EU erfahren.
Daher ging es bei super sonnigem Frühlingswetter mit dem Bus um 11:30 Uhr an der Malmedyerstraße los. Die Fahrt dauerte knapp zwei Stunden bis ins Zentrum von Brüssel. Dort angekommen, hielten wir direkt vor dem eindrucksvollen Parlament. Eine riesige Glasfront begrüßte uns vor einem weiträumigen Platz, auf dem viele Fahnenmasten mit den Flaggen der europäischen Staaten standen. Es herrschte reges Treiben, da viele Menschen schick gekleidet über den Platz liefen und in Eile waren. Bei dem tollen Wetter war besonders viel los. Man sagte uns, dass das Parlament in diesen zwei Tagen von knapp 180 Gruppen besucht werden würde.

1504_Europa_Bruessel_SoWi
Im Gebäude wartete dann auch schon eine Dame, die uns durch das Parlament führen sollte. Zuerst hat sie uns mit einer Präsentation eine kleine Einführung zur aktuellen Zusammensetzung des Parlaments nach den Wahlen im vergangenen Jahr gegeben. Sie beantworte auch unsere zahlreichen, teils auch kritischen Fragen welche wir in den Stunden vor der Abfahrt in unseren Kursen vorbereitet hatten. Zur Frage, weshalb denn das Parlament 150 Millionen Euro im Jahr für den Umzug der Parlamentarier von Brüssel nach Straßburg und wieder zurück bezahlte, antwortete sie, dass der Sitz in Straßburg eine symbolische Bedeutung für die Gründung und Entstehung der EU habe. Jedes EU-Mitglied habe sich damals einstimmig für einen Sitz in Straßburg ausgesprochen und zur endgültigen Verlegung des Parlaments nach Brüssel müsste also heute auch jedes EU-Mitglied sein Einverständnis geben, welches Frankreich natürlich verwehren würde.
Nach der spannenden Präsentation ging es mit einem Aufzug in den vierten Stock des Gebäudes, auf dem sich die Zuschauerränge des Parlaments befanden. Der Saal erstreckte sich kreisrund vor uns, als wir die Ränge betraten. Unter uns waren die Kabinen für die Übersetzer, die in über 50 Sprachkombination übersetzen müssen, wie man uns erzählte. Es finden sich nämlich oft keine Übersetzer, die zum Beispiel aus dem Finnischen ins Polnische direkt übersetzen können. Daher gibt es einen Übersetzer, der vom Finnischen ins Englische übersetzt und die englische Übersetzung wird von einer weiteren Person ins Polnische übersetzt.
Nachdem wir ein Gruppenfoto gemacht hatten, ging es nach einem kleinen Fußmarsch ins moderne Museum des Parlaments – das sogenannte „Parlamentarium“. Jeder bekam einen Mediaguide in Form eines iPods, der an verschiedene Ausstellungsstücke gehalten werden konnte und dann direkt die passenden Informationen und Hörspiele abruft. Am Anfang ging man durch einen langen Gang mit vielen in die Wand eingelassenen Schaukästen, die die Geschichte der EU erzählten, vom Ende des Zweiten Weltkriegs über ihre Gründung und ihre Meilensteine, bis hin zur Gegenwart.

1504_Europa_Bruessel_SoWi
Alles war sehr modern ausgestattet, was uns sehr gut gefallen hat. Man hatte im weiteren Verlauf des Museumsrundgangs die Möglichkeit spielend etwas über die EU zu erfahren. Auch zu aktuellen Themen, die in der EU momentan behandelt werden, wurde man informiert und nach seiner eigenen Meinung gefragt. Eine lange Wand mit Bildern aller 751 Abgeordneten im Parlament wurde zum Suchspiel nach dem Präsidenten Martin Schulz umfunktioniert. Die Stimmung war sehr gut und wir verbrachten knapp zwei Stunden in dem Museum.

1504_Europa_Bruessel_SoWi
Danach mussten wir leider schon wieder Richtung Bus, da dieser um 17:30 Uhr abfahren sollte. Der Busfahrer fuhr jedoch erst einmal gekonnt an unserer Gruppe vorbei und musste im Feierabendverkehr in Brüssel drehen, um uns einzusammeln. Dies verzögerte die Abfahrt ein wenig.
Alles in allem war es eine sehr aufschlussreiche und informative Exkursion, die allen sehr viel Spaß gemacht hat. Im Namen aller bedanke ich mich bei den Lehrern, die die Fahrt organisiert und geleitet haben.

Tim Eckey, Schüler der Q1