Besuch des „Quaker-Houses“ in Brüssel

Besuch des „Quaker-Houses“ in Brüssel

Datum: 29.06.2014

Es gehört inzwischen schon zur Tradition, dass das Europabüro zum Schuljahresende gemeinsam nach Brüssel fährt, um sich dort auf vielfältige Weise mit dem Thema Europa auseinander zu setzen. In diesem Jahr stand der Besuch des „Quaker-House“ und das Thema der Jugendarbeitslosigkeit auf dem Programm. Der folgende Schülerbericht informiert ausführlich über den Ablauf dieses abwechslungsreichen Tages. Mehr lesen

Brüsselfahrt 2014

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Gemeinsam mit 23 Schülern, Frau Bylaitis, Frau Reuter und Herrn Schulze fuhr das Europabüro des Einhard-Gymnasiums traditionell als Fortbildungsmaßnahme zum Ende des Schuljahrs nach Brüssel.
Organisiert von den beiden Europakoordinatorinnen am Einhard Frau Bylaitis und Frau Reuter inklusive dem Elternvertreter Herrn Schulze ging es um kurz vor acht von Welkenraedt (Belgien) Richtung Brüssel. Nach der Ankunft am Bahnhof „Brüssel Schuman“ und dem kurzen Besuch vor dem Europäischen Parlament, ging es über einen zehnminütigen Fußweg zum Hauptattraktionspunkt des Tages: „Das Quaker-House in Brüssel“. Die „Quakers“ sind eine „non-governmental-organization“ (kurz: NGO) und bilden einen Rat für europäischen Angelegenheiten. Dort angekommen hielten zwei „Quaker“, einer aus Süd- und einer aus Nordengland, einen kurzen Vortrag zu den Aufgaben und dem Selbstverständnis der „Quakers“.

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Das Hauptgesprächsthema war schon im Vorhinein klar und so stieg auch einer der Referenten direkt ins Thema ein. Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa sollte in den nächsten Stunden behandelt werden. Auch da bekam die Schülergruppe einen kurzen Input zum Thema Jugendarbeitslosigkeit in der EU, welcher auf vielen Statistiken beruhte, und hatte schließlich am Ende der ersten Arbeitsphase die Gelegenheit mögliche Erneuerungen und Regeln aufzustellen, wie die EU konstruktiv mit diesem Thema umgehen sollte.

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Nach den anschließenden Präsentationen war die Richtung sofort zu erkennen. Die Europäische Union sollte, ginge es nach dem Wunsch der Schülerinnen und Schüler, mehr Geld in den Bildungsbereich investieren, um so Chancengleichheit unter Jugendlichen herzustellen und ihre Aussichten auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Aber auch die Einführung einer Mindestquote von Jugendlichen in einem kleinen-, bzw. mittelständischen Unternehmen war eine Forderung von vielen. Generell sollen die kleinen- bzw. mittelständischen Unternehmen besser gefördert werden, so die europainteressierten Schülerinnen und Schüler.

Nach dieser ersten und intensiven Arbeitsphase gab es eine einstündige Mittagspause, in der der Elternvertreter Herr Schulze für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgte, und wo jeder noch einmal die Möglichkeit hatte sich über das eben bearbeitete Thema auszutauschen.
Um auch von der schönen Stadt Brüssel etwas mitzuerleben gingen alle bei strahlendem Sonnenschein durch den Brüsseler-Park spazieren. Sogar ein Besuch im Museum am Arc de Triomphe rundete den Stadtrundgang ab.

Nach einer Stunde kamen alle wieder zum „Quaker-House“ zurück und begannen mit der zweiten Arbeitsphase. Die Schülerinnen und Schüler hörten einen kurzen Vortrag zum Thema: NGOs. Fragen wie: „Was sind NGOs?“, „Was machen NGOs?“, Wofür gibt es NGOs?“ wurden allesamt beantwortet. Schließlich machten sich die Einhard-Schüler an die Aufgabe eine eigene NGO zu gründen. Dabei sollte ein Schwerpunkt festgelegt und dazu überlegt werden, wie ihre Botschaft schnellstmöglich an wen kommt. Nach dieser kreativen Phase erfolgten die Präsentationen der einzelnen neugegründeten NGOs.
Diese stellten die Themen Homosexualität, Gleichheit und Naturschutz in den Fokus. Hierbei sind viele realistische und zukunftstaugliche Entwürfe entstanden.
Nach einer kurzen Schlussrunde war die „Arbeit“ bei den „Quakers“ beendet und schließlich machten sich alle auf dem Weg zum Bahnhof. Nach einer zweistündigen Rückfahrt mit viel Schlaf und Erholung kamen alle gesund und fröhlich am Bahnhof in Welkenraedt an.

Alle Schülerinnen und Schüler der Stufen 7 bis Q1 genossen einen sonnigen und informativen Tag, der sicherlich allen noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird.

Übrigens: We strictly spoke English all the time.

(geschrieben von Farras Fathi, im Auftrag des Europabüros)