1307_MB_Unterricht_Chemie_2560 × 1707

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1307_MB_Unterricht_Außengelände_Rondell_2560 × 1707

1307_MB_Unterricht_Biologie_2560 × 1707

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Die Fachprofilklasse des Einhard-Gymnasiums

war seit der 7. Klasse des Schuljahres 2007/2008 immanenter Teil eines differenzierten und individualisierten Förderkonzeptes innerhalb der gymnasialen Schullaufbahn. Aufbauend auf den Erfahrungen mit der Fachprofilklasse wurde im Jahr 2015 ein neues Konzept auf den Weg gebracht, das ab dem Schuljahr 2016/17 für die neue Stufe 5 gilt. Mehr dazu finden Sie hier .
Demnach wird die Fachprofilklasse letztmalig im Schuljahr 2017/18 für die Stufe 7 angeboten.

Fachprofilklasse – Grundsätzliches: Neben dem klassischen gymnasialen Bildungsgang stellt die Fachprofilklasse ein besonderes, innerschulisch differenziertes Bildungsangebot für besonders lernmotivierte, sozial engagierte, auch talentierte und begabte Schülerinnen und Schüler dar.

Konzeptionelle Rahmenbedingungen einer Fachprofilklasse:

Dem Schulprogramm folgend werden in dieser Klasse die Profilmerkmale Sprachen und Naturwissenschaften in besonderer Weise gefördert:

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten in Englisch und den Naturwissenschaften eine erweiterte Stundentafel. Die Wahlpflichfächer für die Stufen 8 und 9 können ebenso wie in den Regelklassen frei gewählt werden. Alle naturwissenschaftlichen Fächer werden dadurch gestärkt, dass Lücken in der Stundentafel vermieden bzw. zusätzliche Stunden in die Stundentafel eingebunden werden. Es findet somit kontinuierlicher naturwissenschaftlicher Fachunterricht von der Stufe 7 bis 9 statt. Die Stundentafel in den übrigen Fächern wird nicht gekürzt. Diese ist somit gegenüber den Regelklassen erweitert. Dies eröffnet Gestaltungsspielraum für Enrichment, erweiterten Fachunterricht und verstärkt projektorientierte Unterrichtsgestaltung. Das für solch einen Klassentyp benötigte zusätzliche Stundenvolumen wird durch zusätzliche Personalresourcen bereitgestellt, ohne die Regelklassen zu tangieren.
Konkret erhalten die Fächer Physik, Biologie und Englisch (in Form englischen Theaters) innerhalb des dreijährigen Unterrichtsganges von Stufe 7 bis 9 zusätzlichen Unterricht als Form des Enrichments. Diese zusätzlichen Forderstunden sind u.a. möglich, da wir in den Fachprofilklassen auf Förderstunden im Sinne von Nachhilfe – wie sie beispielsweise in der Lernfit-Stunde der Regelklasse angeboten wird – verzichten können. Die Fachprofilklassen erhalten neben den zusätzliche Fachunterrichtsstunden auch „kreative Forderstunden“ z.B. in Form englischen Theaters.
Die Fachprofilklasse ist ausschließlich dann möglich, wenn eine ausreichende Anzahl an Eltern dies für ihre Kinder wünscht. Dabei ist wichtig, dass beispielsweise die Klassenstärken der Fachprofilklasse und der Regelklassen vergleichbar bleiben.

Stundentafel der Fachprofilklasse (Einschulung in Stufe 5 bis 2015)

FachStufe 5Stufe 6Stufe 7Stufe 8Stufe 9
Deutsch44443
Englisch44434
Französisch ab 6 /Latein ab 6-4433
Musik22---
Kunst22---
Kunst/Musik epochal--222
Erdkunde2-2-2
Geschichte-2-22
Politik-2-22
Mathematik44443
Biologie22222
Chemie--222
Physik2-222
Religion22222
Sport43332
Wahlpflicht-
bereich II
---33
Lernen lernen311--
Theater (in D bzw. E)--1-1
Wochenstunden3132323434
Schülerinnen und Schülern mit besonderer Lernmotivation und überdurchschnittlicher Begabung steht nach der Stufe 6 der Weg in die Fachprofilklasse offen. Hier erhalten sie in der Stundentafel weiterführende Angebote in Englisch und den Naturwissenschaften bzw. Mathematik.
 
  • Förderung

    Förderung

    In den Fachprofilklassen erfolgt die Förderung zum Einen im teilweise erweiterten Fachunterricht, zum Anderen bestehen in derartigen Lerngruppen die allerbesten Voraussetzungen zur speziellen, vertiefenden Förderung im Kernunterricht. Wie die Erfahrungen aus den bisherigen Jahrgängen belegen, ist mit dieser Schülerschaft sowohl ein etwas schnelleres Lerntempo, das Raum für Enrichment bietet, als auch eine Förderung zur Angleichung des Lernfortschrittes innerhalb der Klasse durch methodisch differenzierte Vorgehensweisen möglich. Die Fachprofilklasse bietet somit eine Differenzierung innerhalb des Gymnasiums, die den Begabungen des Einzelnen gerechter wird und seine individuellen Stärken gezielter fördert.
  • Der Beginn

    Der Beginn

    Da zur Stufe 7 die Klassen auf Basis pädagigischer Erwägungen und der erfolgten Sprachenwahl neu zusammengesetzt werden, ist dies auch ein sehr günstiger Zeitpunkt für die Einrichtung einer Fachprofilklasse. Bei der Einschulung in die Klasse 5 stehen für die Klassenbildung allein die sozialen Gesichtspunkte (Wohngebiet, befreundete Schülerinnen und Schüler, stabile Lerngruppen aus den Klassen der Grundschule) im Vordergrund. Weder die mögliche spätere Eingliederung in eine Fachprofilklasse noch die Sprachenwahl zur Stufe 6 stellt ein Kriterium zur Klassenbildung dar.Die freie Wahlmöglichkeit der zweiten Fremdsprache stellt dabei keine Festlegung für die weitere Schullaufbahn dar. Auch in den Folgeklassen wird der Unterricht in der zweiten Fremdsprache gegebenenfalls klassenübergreifend fortgeführt. Lassen sich unter Beachtung pädagogischer Gesichtspunkte Klassen mit gleicher, zweiter Fremdsprache bilden, so wird dies im gemeinsamen Bemühen, für jeden Jahrgang die beste Variante zu finden, gemeinsam mit den Pflegschaftsvertretern besprochen. Die Erprobungsstufe bleibt auch weiterhin eine homogene Einheit mit fester Klassengemeinschaft, in der sich jedes Kind unter nun gymnasialen Rahmenbedingungen entfalten kann. Die ab Stufe 6 einsetztende zweite Fremdsprache wird klassenübergreifend unterrichtet.
  • Vorbereitung und Beratung

    Vorbereitung und Beratung

    Die Schule bietet bereits ab dem zweiten Halbjahr der Stufe 5 ein Förderangebot in kleineren Lerngruppen in allen Hauptfächern an, das unsere Schülerschaft sowohl bei Lernproblemen unterstützt, als auch Angebote für die Schülerinnen und Schüler mit besonders guter Auffassungsgabe und großer Kreativität bereithält. Hierzu gehören auch unsere umfangreichen Förderprogramme zum „Sozialen Lernen“, zum „Lernen lernen“ und zur „Lerntheke“. Somit werden alle Schülerinnen und Schüler in einer gemeinsamen zweijährigen Erprobungsstufe entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten und Eignungen und durch ein individualisiertes Förder-/Forder-Begleitprogramm ausgebildet und zusätzlich unterstützt. Auf der Grundlage mehrfacher, intensiver Beratung innerhalb der Erprobungsstufenkonferenzen erfolgt die Empfehlung für den weiteren Verlauf der Schullaufbahn durch die Fachlehrkräfte der Klassen.
    Die fundierte Beratung und intensive Zusammenarbeit mit allen Eltern während und am Ende der Erprobungsstufe ermöglichen Laufbahnberatungen mit hoher Prognosesicherheit. Die Bewertungs- und Entscheidungskriterien am Ende der Erprobungsstufe für die mögliche Eingliederung in die Fachprofilklasse werden ebenso transparent gemacht wie die Beratung für die Regelklasse oder für einen möglichen Wechsel der Schulform. Es liegt uns sehr am Herzen, in vertrauensvoller Zusammenarbeit gemeinsam mit den Eltern den Bildungsgang aus unserem systemisch gegliederten Gesamtangebot zu empfehlen, der auf die individuellen Möglichkeiten des Kindes optimal abgestimmt ist. Der bestmögliche Abschluss ist so für jedes Kind offen.
    Auf Grund der Beobachtungen und der Entwicklung in den Klassen 5 und 6 erhalten die Schülerinnen und Schüler am Ende der Erprobungsstufe über ihre Eltern eine Empfehlung für die Fachprofilklasse, wenn
    • überdurchschnittliche Lernbereitschaft,
    • hohe Ausdauer,
    • Konzentrationsfähigkeit und ausgeprägte Lernmotivation,
    • besondere Begabungen (nicht Hochbegabung),
    • sowie soziales Engagement und Teamfähigkeit
    zu erkennen sind.
  • Fachprofilklasse und Regelklassen

    Fachprofilklasse und Regelklassen

    Die Regelklassen behalten u.a. durch Schülerinnen und Schüler, die in einzelnen Fächern besonders leistungsfähig oder interessiert sind, auch weiterhin Leistungsspitzen. Die gesamten Klassenstrukturen sind insgesamt homogener. Den Problemen der Über- / Unterforderung kann damit besser begegnet werden. Es bleibt somit im Kern- und Förderunterricht der Regelklassen mehr Zeit, sich den Kindern zu widmen, die punktuelle Lernschwierigkeiten haben. Die bisherigen Regelklassen des Einhard-Gymnasiums sind in ihrer Leistungsstruktur mit den Klassen anderer Gymnasien mit ähnlichem Hintergrund und ohne besonderer Fachprofilklassendifferenzierung absolut vergleichbar. Sollte ein Kind durch besondere Umstände dem Anforderungsprofil der Fachprofilklasse nicht mehr gewachsen sein, so kann es nahtlos in eine der parallelen Regelklassen überwechseln, da der Unterrichtsstoff dem gleichen Lehrplan folgt. Auch für Schülerinnen und Schüler, die ihr besonderes Lernvermögen erst zu einem späteren Zeitpunkt entfalten, besteht die grundsätzliche Möglichkeit noch in die Fachprofilklasse zu wechseln.
    In den Regelklassen, wie auch in der Fachprofilklasse, legen wir Wert auf eine harmonische Lernatmosphäre, zu der unsere Schülerschaft gern und uneingeschränkt beiträgt. Garant für jede gute Förderung ist die Forderung angemessener Bereitschaft zur Anstrengung unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit. Das gemeinsame Ausbildungsziel in allen Klassen ist auf der Basis eines gymnasialen Anspruchsniveaus die Studierfähigkeit, vermittelt durch methodische Vielfalt und innovative Bildungsgänge. Die Vorbereitung auf die Berufswelt liegt uns ebenfalls sehr am Herzen, so dass auch hier, u.a. eingebunden in die durch die Landesregierung, die obere Schulaufsichtsbehörde und die Städteregion Aachen seit dem Schuljahr 2012/2013 besonders geförderte Studien- und Berufsorientierung („NÜS“) ein breit gefächertes Angebote bereitgehalten wird. Die in Fachprofil- und Regelklassen besonders geförderte Selbstkompetenz der Schülerinnen und Schüler ist nach unserer Auffassung die Basis für ein lebenslanges Lernen.
  • Evaluation Regelklassen / Profilklassen

    Evaluation Regelklassen / Profilklassen

    Aus der Evaluation der Jahrgänge mit (Fach-)Profilklassen und Regelklassen ergab sich bei uns ein ebenfalls positives Resümee, wie es andere Schulen aus Bundesländern mit längerer (Fach-)Profilklassentradition auch gezogen haben.
    • Die Schülerinnen und Schüler in den (Fach-)Profilklassen konnten besonders intensiv und nachhaltig gefördert werden.
    • Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die den höheren Leistungsanforderungen nicht standhalten konnten/wollten ist sehr gering.
    • Durch die besseren Fördermöglichkeiten in den Regelklassen liegt am Einhard die Wiederholerquote in der Mittelstufe bei +/- 1%.
    • Die Eingliederung der (Fach-)Profilklassenschüler/innen in die Oberstufe gelang problemlos.
    Da sich das Einhard-Gymnasium in seinem Schulprogramm verpflichtet hat, ein Förderangebot für besonders lernmotivierte Schülerinnen und Schüler anzubieten, haben die Mitbestimmungsgremien zur Fortsetzung dieses Leitgedanken ein modifiziertes Förderkonzept beschlossen. Der insgesamt hohe Lernerfolg und die gute Lernzufriedenheit in konfliktärmeren Klassengemeinschaften ermuntert uns, diesen erfolgreichen Weg mit den zukünftigen Fachprofilklassen noch weiter zu beschreiten.
  • Lernstandserhebungen

    Lernstandserhebungen

    Die Lernstandserhebungen in den Jahrgangsstufen 8 bzw. 9 sowie die zentralen Abschlussprüfungen am Ende der Stufe 10, in denen jeweils auch eine (Fach-)Profilklasse vertreten war, lieferten folgende generelle Erkenntnisse:
    • Die Ergebnisse unserer Schülerschaft liegen in den überprüften und bisher evaluierten Jahrgängen in allen Fächern immer deutlich über dem Landesdurchschnitt.
    • Die Profilklassen zeigen hier ihr ganz deutlich höheres Kompetenzniveau, so dass die Ergebnisse in allen Fächern ganz erheblich über dem Landesdurchschnitt liegen.
    • Alle jeweils drei Regelklassen, in deren Population die zur Stufe 7 in die zusätzliche Profilklasse eingegliederten Schülerinnen und Schüler mit besonderer Lerndisposition fehlen, haben trotzdem Ergebnisse über dem Landesdurchschnitt erzielt.